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Reisetagebuch Ghana Februar 2026 6/6

  • 2. Apr.
  • 4 Min. Lesezeit


EWIA-CEO Ralph Schneider ist derzeit mit Mitarbeiter Jonathan Baumann in Ghana unterwegs. Wie sich ihr Tag gestaltet, wen sie wo wann warum treffen, lest ihr hier. 

   

Tag 16: 24.Februar, Dienstag – Tamale / Rückflug nach Accra

Der Tag startet wieder mit einer Überraschung. Kein Wasser aus der Dusche, kein Wasser aus dem Wasserhahn. Die staatliche Wasserversorgung wurde einfach abgeschaltet. Gerade in der Trockenzeit rationieren sie das Wasser. Das Hotel entschuldigt sich zwar, aber als Lösung bekommen wir Wassereimer gebracht. Damit war das Afrika-Feeling perfekt. Wie früher üblich bedeutet das Pocket Shower. Sprich Duschen mit einer Tasse, indem wir Wasser aus dem Eimer schöpfen. 


Gesundheitsversorgung auf hohem Niveau

Nach dem Frühstück fahren wir dann zunächst zum Aisha Hospital. Wir haben gute Nachrichten und kündigen an, in drei Wochen mit dem Bau zu starten. Wir lernen die Rechtsabteilung und auch die Commercial-Direktorin kennen. Erneut bekommen wir eine komplette Führung durch das Krankenhaus. Im Vergleich zu meinem letzten Besuch ist deutlich mehr los und auch deutlich mehr Publikumsverkehr. Langsam nimmt das Krankenhaus Fahrt auf. Dies hat auch Auswirkungen auf den Stromverbrauch. 


Danach Fahrt zur Northern Eye Clinic, die sich nach dem Umzug in das neue Gebäude Tamale Eye Hospital nennt. Wir haben ein langes Gespräch mit dem Director of Administration, Mr. Jackson Tabka. Wir bekamen einen ausführlichen Einblick in das Gesundheitssystem von Ghana. Jackson zeigte sich sehr eloquent und engagiert. Jonathan wäre hier vor ein paar Wochen gut aufgehoben gewesen mit seiner Augenentzündung.



Staatspräsident als Trendsetter?

In einem nächsten Schritt Besuch bei einer neuen Recycling Factory. Hier vereinbaren wir nach einer Besichtigung nochmals eine genaue Analyse der Kosten und des Energieverbrauchs. Die Fabrik und das Wohnhaus des Eigentümers sind nur unweit von einem der Wohnhäuser von Staatspräsident John Dramani Mahama entfernt. Positiv fällt auf, dass Präsident Mahama eine Photovoltaikanlage auf seinem Hausdach hat.


Nach dem gescheiterten Versuch gestern, das Data Logging bei der GNAT zu starten, haben wir heute mehr Glück. Dennoch dauert es ca. 1,5 Std., bis wir es zum Laufen bringen. Robert und auch Jonathan sind zusammen mit dem Hauselektriker richtig gefordert. Aber auch die Online-Übertragung der Daten funktioniert schließlich. 


Letzter Abend in Ghana

Bevor wir zum Flughafen fahren, kehren wir nochmals beim „Wodden Restaurant“ ein. Dort haben wir vor ca. 1,5 Jahren Dr. Judith Simon von der (damaligen) Northern Eye Clinic das erste Mal getroffen. Kurz nach 17:00 Uhr erreichen wir den Tamale International Airport. Das Boarding beginnt schon um 17:30 Uhr. Der Flug ist heute sogar pünktlich und wir fliegen um 17:50 Uhr mit der in die Jahre gekommenen Propellermaschine los. Gegen 19:30 Uhr holt uns Maxwell, unser Leihwagen-Vermieter, am Flughafen ab. Den letzten Abend in Accra lassen wir bei einem Whisky auf der Terrasse unseres Company-Hauses ausklingen.

 

Tag 17: 25.Februar, Mittwoch – Rückflug nach Europa

Früh aufstehen, Packen ist angesagt. Vor allen Dingen auch nochmals eine ordentliche Dusche nach dem heißen Tamale-Aufenthalt. Die Temperaturen lagen in Tamale bei bis zu 39 Grad Celsius im Schatten. 


EWIA errichtet zunächst 30 Mobilfunktürme

Nach unserem Board Call und unserem Frühstück, haben wir nochmals ein Meeting im Büro von Rainbow Mobile Networks. Das komplette Management-Team von Rainbow ist anwesend. Es geht um den nächsten Bauabschnitt. EWIA soll in einem ersten Schritt 30 Mobilfunktürme errichten. Davon werden 19 Standorte ebenfalls von EWIA akquiriert und entwickelt. 


Abschied von Nana und Ghana

Nachmittags nochmals die offizielle Verabschiedung von Nana. Obligatorische Snacks, etwas Fruchtsaft, viele Selfies und ein paar Reden. Ein Weg von fast elf Jahren, den ich zusammen mit Nana beschritten habe, geht zu Ende.

Das obligatorische Selfie am Flughafen bleibt dieses Mal auch aus. Das Selfie vor dem Company Haus – Nana und Ralph – ist nur ein schwacher Trost.

Die Fahrt zum Flughafen bestreiten wir wiederum zusammen mit Maxwell. Eine denkwürdige Ghana-Reise geht zu Ende. Statt fröhlichen afrikanischen Klängen macht sich bei mir der Blues breit. Ein Gefühl, das ich nur allzu gut kenne, das ich aber bisher nicht mit Afrika verbunden hatte.

 

Tag 18: 26. Februar, Donnerstag – Brüssel / München

Beim Boarding gestern Abend eine positive Überraschung. Upgrade in die Premium Economy. Mehr Platz und Komfort. Auch mehr Service und bessere Verpflegung. Der Flug dauert etwa 6,5 Std. bis Brüssel. Zumindest ein paar Stunden Schlaf. Traditionell sind die Rückflüge nach Europa alles Red Eye Flights. 

Wir landen kurz nach 05:00 Uhr Ortszeit in Brüssel. In Ghana ist es noch 04:00 Uhr. Wir sind um 05:30 Uhr nachmittags in Ghana losgefahren. Der Transit und die Kontrollen in Brüssel gehen in der Früh, wir sind einer der ersten Transitflieger aus Afrika, noch recht schnell. Mittlerweile funktioniert für EU-Bürger auch die elektronische Passkontrolle recht gut. Unser Weiterflug ist erst 09:05 Uhr. Das bedeutet nochmals 3,5 Std. warten. Die Landung ist für 10:20 Uhr in München geplant. Die Gepäckabfertigung in München, speziell beim Flug aus Brüssel, dauert in der Regel ewig. Meist muss man lange auf das Gepäck warten. Seit Corona leiden alle Flughäfen unter akutem Personalmangel. 


Meine Tochter Jana holt uns kurz nach 11:00 Uhr am Flughafen ab. Bis ich zu Hause bin, wird es noch eine Stunde dauern.


Die erste Afrikareise im Jahr 2026 geht zu Ende.

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