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Gordischer Knoten von Glorious Hands gelöst

  • vor 7 Stunden
  • 2 Min. Lesezeit

Gemeinsam mit zwei weiteren Partnern hatte EWIA vor Jahren ein Waisenhaus in der Eastern Region von Ghana mit Solar ausgerüstet. Warum das Pro-Bono-Projekt dann leider doch sehr lange nicht vom Fleck kam und wie der Gordische Knoten zerschlagen wurde, lest ihr in dieser kleinen Selbstkritik. Treffen sich ein Chinese, ein Libanese und ein Deutscher in Ghana…


Dass Afrika eigenen Gesetzen und Regeln unterliegt, wissen wir alle. Aber dass Europa und Asien sich häufig auch nicht mit Ruhm bekleckern, zeigt sich am Beispiel eines sozialen Projekts in Koforidua, der Hauptstadt der Eastern Region.


Vorab: Ende gut, alles gut.


Wir haben vor rund zweieinhalb Jahren für das Waisenhaus “Glorious Hands eine Photovoltaikanlage mitsamt Speicher installiert. Die Glorious Hand Foundation e.V. ist ein eingetragener, gemeinnütziger Verein mit Sitz in Freiburg, gegründet von einer dort lebenden Ghanaerin. Dieses soziale Projekt betreuten wir pro bono, gemeinsam mit einem chinesischen Technologieanbieter und einem lokalen Großhändler und EPC mit libanesischen Wurzeln. Initiiert und gesteuert von EWIA und gesponsert von den beiden anderen Unternehmen. Die Installation, Planung und Implementierung übernahm eines der beiden Unternehmen. Bei der Eröffnung feierten wir uns alle für unseren großen Einsatz und das soziale Engagement. 


Ein Blitzschlag später jedoch war die Begeisterung verflogen. Tatsächlich wäre die Überspannung leicht zu verhindern gewesen mit einer Komponente, die umgerechnet lediglich 200 US-Dollar gekostet hätte. Der Schaden hingegen betrug mehrere tausend US-Dollar. 


Wer zahlt? Wer ist verantwortlich? Auch wenn es sich um einen von anderer Seite verursachten Fehler handelt, sollten wir uns die Kosten aus unserer Sicht wieder je zu einem Drittel aufteilen. Wohlgemerkt, EWIA ist in dieser Konstellation als Startup das kleinste Licht! und wir müssen jeden Cent 3 Mal umdrehen. Schnell zeigte sich, dass diejenigen mit den tiefsten Taschen und diejenigen, die es am geschicktesten verstanden haben, das Projekt Marketing-mäßig auszunutzen, verschwunden waren und sich nicht zuständig fühlten.


Mehr als zwei Jahre lang dauerte das Tauziehen zum Leidwesen von Menschen, denen wir viel versprochen hatten und denen auch ich in die Augen gesehen habe! Es war frustrierend.  Nun endlich gibt es die (Er)lösung, denn der frühere Vetriebsleiter des Herstellers, Matthias Wagner, ist inzwischen bei einem neuen Unternehmen tätig und Atmoce sorgte dafür, dass erstklassige Komponenten nach Ghana geliefert wurden. Herzlichen Dank dafür! 


Die Montagekosten und Planung (immerhin musste die komplette Anlage demontiert und wieder neu verkabelt und installiert werden) übernahm unser Team in Ghana. Nach 2,5 Jahren haben das Waisenhaus und viele Kinder somit wieder Strom, Licht und auch eine funktionierende Klimaanlage – und wir wieder unseren Seelenfrieden.


 
 
 

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