top of page

Freiflächenanlage trifft auf Elefanten – Solarlösung für Westafrikas erste Luxus-Safari-Lodge

  • vor 9 Stunden
  • 4 Min. Lesezeit

EWIAs aktuelle Portfolio-Anleihe umfasst unterschiedliche Branchen und Regionen, so dass wir für unsere Anleger eine gute Diversifikation erreichen und für unsere Kunden Kosten und Emissionen reduzieren. Heute stellen wir euch die Zaina Lodge im Mole National Park in der Northern Region von Ghana vor. Sie demonstriert auch dank ihrer PV-Anlage einen nachhaltigen Ökotourismus, der Naturschutz und wirtschaftliche Perspektiven für die Region miteinander verbindet. Die CO₂-Vermeidung, die mit der neuen Freiflächen-PV-Anlage über 25 Jahre einhergeht, entspricht dem Fußabdruck von ca. 98,4 Millionen Smartphone-Ladungen. Besonders erfreulich hingegen sind die Fußabdrücke von über 600 Elefanten im Nationalpark. 


Der Mole-Nationalpark (ausgesprochen wird er “Moh-lay”) war das erste Wildschutzgebiet, das in den 1950er Jahren in Ghana eingerichtet wurde. Heute umfasst er 4.577 Quadratkilometer unberührter ghanaischer Savannenwald-Landschaft im Norden Ghanas. Mole ist der größte und am besten entwickelte der sieben anerkannten Nationalparks und 21 Schutzgebiete des Landes und die Zaina Lodge die erste Luxus-Safari-Lodge in Westafrika. Und sie hat ein ökologisches Konzept.


Zaina Lodge vereint Tradition und Moderne

Die Zaina Lodge verfügt über 24 einzigartige und geräumige Zelt-Chalets. Jedes Chalet-Zelt bietet einen spektakulären Blick auf die weite Waldsavanne des Mole-Nationalparks und jedes Zimmer ist im typischen Safari-Stil gehalten und mit handverlesenen Möbeln der besten ghanaischen Kunsthandwerker eingerichtet. Allerdings fließen hier Tradition und Moderne nahtlos zusammen, denn die Zelte verfügen außerdem über Klimaanlagen und WiFi – und genau deswegen bedarf es einer zeitgemäßen, umweltschonenden und verlässlichen Energieversorgung.


Wirklicher Impact

In Nationalparks geht es darum, die Natur, Flora und Fauna zu konservieren. Selbstverständlich erstreckt sich diese Philosophie auch auf den Energieverbrauch..

Für die Zaina Lodge haben wir eine Freiflächenanlage mit 50,05 kWp installiert, die auf 25 Jahre ausgelegt ist, jährlich 32,36 Tonnen CO₂ einspart, bzw. 809,12 Tonnen CO₂ über 25 Jahre. 

Um diese Menge CO₂ in 25 Jahren zu binden, müssten ca. 64.700 Buchen gepflanzt werden (man rechnet grob mit 12,5 kg CO₂-Bindung pro Baum und Jahr). Das entspricht einer Waldfläche von etwa 80 Fußballfeldern, die 25 Jahre lang ungestört wachsen müsste.


809 Tonnen CO₂ entsprechen auch einer Fahrt von ca. 4 Millionen Kilometern mit einem durchschnittlichen Benzin-PKW. Das ist etwa 100-mal um die Erde. Oder 350 Hin- und Rückflüge in der Economy Class von Frankfurt nach Accra (Ghana).

Die Einsparung deckt den jährlichen CO₂-Fußabdruck von etwa 90 deutschen Durchschnittsbürgern. In Ghana, wo der pro-Kopf-Ausstoß geringer ist, wäre diese Zahl sogar um ein Vielfaches höher. Die CO₂-Einsparung der Lodge ist über 25 Jahre gesehen so gewaltig, dass sie den Emissionen entspricht, die entstehen würden, wenn man über 98 Millionen Smartphones im herkömmlichen Stromnetz vollständig auflädt.


Mit vereinten Kräften zum Schutz der Tiere

Erstmals arbeiten wir bei der Zaina Lodge mit Infra Futura als EPC-Partner zusammen, einer 2023 gegründeten afrikanischen Tochterfirma von Stella Futura aus Schweden. Unsere Philosophien ergänzen sich hier perfekt, denn nicht nur bildet Infra Futura ebenfalls aus, sie legen wie wir insbesondere Wert auf gut ausgebildete Frauen und unterhalten extra ein “Women on the Roofs”-Porgramm.


Wir bündeln unsere Expertise auch deswegen, weil wir uns hier erstmals einer Herausforderung gegenüber sehen, die eine kluge und praktikable Lösung der Freiflächenanlage nötig macht: der Schutz des Wildlife, bzw. auch Schutz vor dem Wildlife. Denn davon gibt es hier erfreulicherweise sehr viel.


Die Biodiversität in Mole beeindruckt angesichts von 742 Gefäßpflanzenarten und über 90 Säugetierarten, darunter fünf Primatenarten. Die vorherrschende Vegetation ist ein offener Savannenwald mit Gräsern, die während der Regenzeit bis zu drei Meter hoch werden können. Offene Bereiche mit kurzem Grasland, die als Bovals bekannt sind, finden sich an Orten mit flachen Böden und Eisenpfannen. Entlang der meisten Bäche wachsen schmale Streifen von Flusswäldern.


Zu den großen Säugetieren, die im Park am häufigsten anzutreffen sind, gehören Elefanten, Kobs (eine Antilope, ähnlich der Wasserböcke), Wasserböcke, Buschböcke, Warzenschweine, Kuhantilopen, Büffel, verschiedene Ducker, Oribis, Paviane, Patas und Grüne Meerkatzen (Vervet). 


Vogelbeobachter kommen dank zahlreicher endemischen Arten ebenfalls auf ihre Kosten. Mindestens 344 Vogelarten sind hier zu sehen, einige spektakuläre, darunter der Karminspint und der Sattelstorch.


600 Elefanten – and counting 

Die Zahl der Elefanten im Park liegt heute bei etwa 600-800 und ist damit deutlich höher als in den 1970er Jahren. Unser CEO Ralph Schneider hatte bereits im März 1990 Gelegenheit, den Park erstmals zu besuchen. Bereits damals waren in Freiheit lebende Elefanten die beeindruckendste Attraktion. Der Park ist sogar das wichtigste Habitat für das größte Landlebewesen der Welt im gesamten Land. Aber die Dickhäuter kennen natürlich keine Ländergrenzen, weswegen der Park eine wichtige Station ist auf ihrer jährlichen Migration zwischen Ghana und Burkina Faso. Die Park Ranger können inzwischen auf von der Weltbank zur Verfügung gestellte Technologie zurückgreifen, die die Bewegungen der Herden in real time nachvollziehen kann (mehr zum Software-gestützten Monitoring hier)


Ein (männlicher) Afrikanischer Elefant kann mühelos ein Gewicht von fünf bis sechs Tonnen erreichen (er nimmt rund 200 kg Nahrung auf täglich), also ca. das 75-fache eines durchschnittlichen Mannes. Der buchstäbliche Elefant im Porzellanladen kann also hier in seinem Habitat einen gewissen Flurschaden anrichten, so dass wir große Mühe darauf verwenden, sowohl die Herden als auch die Freiflächenanlage zu schützen. Entsprechend lange, haben wir uns über das Thema, Ansiedlung Einzäunung und mögliche Vorsichtsmaßnahmen mit den Betreibern unterhalten.


Wir freuen uns, dazu beitragen zu können, dieses Juwel im Norden Afrikas nochmals aufzuwerten und grünen Strom dorthin zu bringen, wo nicht nur der Gestank von Dieselgeneratoren nun kein Thema mehr ist, sondern auch nicht ihre Geräuschkulisse, die die Tierwelt vor Ort nicht mehr belästigt. 


Local talent

Die Anlagen werden von operativen Tochterunternehmen der EWIA-Gruppe geplant und betrieben. Sowohl die Solaranlage der „Zaina Lodge“ als auch die von „ACARP- Recycling“ (dazu hier mehr) werden von lokalen Unternehmen errichtet und installiert. Dies erfolgt jedoch unter Supervision des EWIA Tochterunternehmens EWIA Green Investments West Africa Ltd.

 
 
 

Kommentare


bottom of page