Gut ausgelastete EWIA Infrastructure trotzt der Sintflut
- vor 3 Tagen
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Mit der EWIA Infrastructure statten wir ländliche Gebiete Ghanas mit Telekommunikationsmasten aus; ein Geschäft mit Zukunft in einem Land, das längst in die Moderne aufgebrochen ist. Die Auftragsbücher sind prall gefüllt, da können uns auch sintflutartige Regenfälle nicht stoppen.
Heute geben wir euch ein kleines Update zur EWIA Infrastructure. Zwischen 2020 und 2026 haben wir mittlerweile an 91 Standorten in Ghana Telekommunikationsprojekte umgesetzt, also neue Masten errichtet oder bestehende zusätzlich mit PV ausgestattet.
39 dieser Masten sind kleine Monopol-Masten zur ländlichen Telekommunikation und bei 7 handelt es sich um Mobilfunk-Gittermasten (den Unterschied könnt ihr auf den Abbildungen sehen). Dieses Jahr haben wir schon 6 Türme fertiggestellt, 8 weitere Türme sind derzeit in der Umsetzung:
3 davon stehen kurz vor der Fertigstellung
4 beginnen wir diese Woche mit dem Bau
Heftiger Regen verzögerte die Bauten
Witterungsbedingt kam es zwischenzeitlich zu kleinen Verzögerungen. Wir haben Regenzeit in Ghana, eigentlich business as usual, aber das Land wird in diesem Juni von ungewöhnlich heftigen Regenfällen heimgesucht. Auch die Hauptstadt ist betroffen und selbst Menschen, die hier mehr als 40 Jahre leben, sagen, dass sie derlei Fluten noch nie gesehen haben. Der öffentliche Nahverkehr brach zusammen, Straßen verwandelten sich in reißende Ströme, Geschäfte wurden überschwemmt, viele Familien verloren alle Besitztümer in den Fluten.
Teilweise sind die Bedingungen für die Fluten menschengemacht, lokal verursacht durch schlechte Planung, resümiert das UN-Entwicklungsprogramm, aber natürlich spielt auch der Klimawandel eine Rolle. Weil er das tut, sind wir hier: Der Umstieg auf erneuerbare Energien macht nicht nur unsere Kunden resilienter im Wettbewerb, sondern vor allem die Gesellschaft gegenüber dem Klimawandel.
Nichtsdestotrotz geht es gut voran beim Turmbau.
Ghana setzt auf Solarlösungen
Zur Einordnung: Nur in Ghana sollen aufgrund der steigenden Kosten für Netzstrom und Diesel in den nächsten drei bis fünf Jahren mehr als 6.600 Sendemasten (überwiegend) mit Solarlösungen gebaut oder umgerüstet werden. Der derzeitige Entwicklungsplan für die Mobilfunktelefonie sieht eine zusätzliche Errichtung von bis zu 15.000 Mobilfunkmasten innerhalb der nächsten Jahre vor. Die Errichtung und der Betrieb für die Mobilfunkmasten konzentrierten sich auf wenige Anbieter. EWIA Infrastructure hat mit allen namhaften Anbietern entsprechende Vorhaben bereits ausgeführt.
Bei den Mobilfunkmasten muss man zwischen sogenannten Monopolen, Dreifuß- und Vierfußmasten (Gittermasten) unterscheiden. Diese sind sowohl in Punkto Design und Höhe als auch in technischer Ausstattung unterschiedlich. Die Ausführungsplanung wird von den Auftraggebern bzw. von Ingenieurbüros der Auftraggeber vorgegeben. Bei Mobilfunkmasten in Ghana werden häufig Vierfuß-Gittermasten errichtet. Der Grund ist, dass dort oft:
mehrere Netzbetreiber sich einen Mast teilen,
Dieselgeneratoren, Solaranlagen und Richtfunktechnik integriert werden,
die Standorte schwer erreichbar sind und deshalb möglichst langfristig dimensioniert werden.
Für kleinere ländliche Funkzellen oder reine LTE-/5G-Standorte kommen dagegen zunehmend Monopole zum Einsatz.
Mit verschiedenen Mobilfunkmastbetreibern und Technologieunternehmen wurden bereits Rahmenverträge abgeschlossen. Hierzu zählen Netis Ghana Ltd., Reime Ghana Ltd, Rainbow Mobile Networks, Afriwave Telecom Ghana und i-Engineering Ghana Ltd.
Das geschätzte (Bau-)Volumen für die Mobilfunkmasten mit den fünf Anbietern beläuft sich (Stand heute) auf 4.100.000 €. Weitere Rahmenverträge sind in der Vorbereitung.
Allein mit Rainbow sind mindestens 50 Baustellen dieses Jahr vereinbart.
Der Vorfinanzierungsbedarf pro Turm beläuft sich je nach Ausstattung auf 5.000 bis 15.000 €. Die Vorfinanzierungszeit beträgt durchschnittlich 4-6 Monate. Das ist die Zeit, in der das Kapital für Materialeinkauf und Vorleistungen gebunden ist, bis die vollständige Summe für die Errichtung und Leistungen vom Auftraggeber inklusive Marge gezahlt wird. Bislang konnten wir sieben Baustellen parallel betreiben. Durch die erfolgreiche Finanzierungsrunde im vergangenen Jahr, bei der wir insgesamt 380.000 € aufnehmen konnten – der größte Teil davon als Aufstockung des Working Capitals –, können wir unsere Schlagzahl auf 10 bis 12 parallele Baustellen erhöhen.



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