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News

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Feb. 2023

Was kostet uns der Klimawandel?

Bis 2050 könnten durch das klimabedingt zunehmende Aufkommen von Naturkatastrophen wie Hitzewellen und Überschwemmungen wirtschaftliche Verluste in Höhe von 12,5 Billionen US‑Dollar entstehen. Zur Einordnung, das entspricht etwa der dreifachen jährlichen Wirtschaftsleistung von Deutschland.

Diese Kosten des Klimawandels hat das Weltwirtschaftsforum (WEF) in Zusammenarbeit mit der internationalen Strategieberatung Oliver Wyman ermittelt. Mehr noch: Die globale Erwärmung könnte bis dahin für den Tod von 14,5 Millionen Menschen verantwortlich sein. Der Bericht “Quantifying the Impact of Climate Change on Human Health” wurde auf dem jüngsten Gipfeltreffen des WEF in Davos veröffentlicht.

Von den analysierten Wetterereignissen dürften Überschwemmungen das höchste akute Risiko für klimabedingte 8,5 Millionen Todesopfer bis zum Jahr 2050 darstellen. Dürren sind die zweithäufigste Todesursache. Hitzewellen, die einen längeren Zeitraum mit extremen Temperaturen und Luftfeuchtigkeit darstellen, fordern bis 2050 mit schätzungsweise 7,1 Billionen US-Dollar den höchsten wirtschaftlichen Schaden aufgrund des zu verzeichnenden Produktivitätsverlustes.

 

Überschwemmungen, extreme Trockenheit und Ausbreitung von Infektionskrankheiten

 

Während die wirtschaftlichen Schäden – nicht zuletzt aufgrund der ökonomischen Stärke – vermutlich in Asien und Europa am stärksten ausgeprägt sein dürften, werden Überschwemmungen vor allem die Menschen in den Regionen rund um den Äquator wie Zentralafrika am heftigsten treffen. In der Folge werden sich auch Infektionskrankheiten wie Malaria weiter ausbreiten. “Insbesondere die Malaria in Zentralafrika wird voraussichtlich erhebliche wirtschaftliche Auswirkungen haben, die Kosten von etwa 345 Milliarden US-Dollar für das Gesundheitssystem und 151 Millionen DALYs – verlorene oder durch Krankheit beeinträchtigte Lebensjahre – verursacht.

 

Empowering Africa – Afrika muss gestärkt werden

 

Die Konsequenz daraus ist: Die Gesundheitssysteme weltweit müssen klimaresilienter werden. Das WEF erwartet, dass hier zusätzliche Kosten in Höhe von 1,1 Billionen US‑Dollar zu tragen sind. Für Afrika, den ärmsten Kontinent gemessen am Durchschnittseinkommen der Bevölkerung, ist das eine weitere schwere Bürde. In Afrika fehlen zudem die notwendigen Ressourcen, um Menschen nach Extremwetterereignissen richtig und schnell zu versorgen und zu unterstützen. Die Infrastruktur ist vielerorts mangelhaft, medizinische Ausrüstung nur geringfügig vorhanden. Dadurch ist der Kontinent besonders verwundbar und kann sich nicht so schnell an den Klimawandel anpassen.

Solarenergie für Afrika bedeutet deshalb nicht nur saubere Energie, die einen wichtigen Beitrag im Kampf gegen den Klimawandel leistet. Solar liefert auch zuverlässige und billige Energie, die die Wettbewerbsfähigkeit afrikanischer Unternehmen verbessern und Wachstum und Wohlstand fördern kann.

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Feb. 2023

Wahu! Mobility – Das Triple-Impact E-Bike aus Ghana wird künftig mit Solarstrom produziert

E-Mobility ist auch in Afrika ein Megatrend. Die nachhaltige und günstige Mobilität, die die Wahu! Bikes und die dazugehörige App bereitstellen, öffnen mehrere Jobmärkte und sollen insbesondere Frauen Zugang zur aufstrebenden Gig Economy bieten. Heute stellen wir Ihnen die  ghanaische Unternehmerin, ihre Ideen und die Investoren vor, die hinter dem Mobility-Start-up stecken, das zukünftig mit Solarstrom produziert.

Diese Woche haben wir mit dem ghanaischen E-Bike-Hersteller Wahu! Mobility den Vertrag für eine 42 kWp-Anlage auf dem Werksgelände in East Legon in Accra unterschrieben. Geplant ist, dass die Anlage in zwei bis drei Stufen entstehen und bis auf 200 kWp ausbaubar sein soll. Diese Dimensionen verdeutlichen, dass die Chefin und Seriengründerin Valerie Abena Konyo Labi einiges vorhat. 

Mit ihrer Firma will sie zukünftig in Ghanas Hauptstadt Accra 200 E-Bikes pro Monat produzieren. Wahu! – ehemals Mana Mobility, bzw. Africa Cargo Bikes – designt und produziert seine auf den ghanaischen Markt abgestimmten E-Bikes selbst und stellt die Flotte den in Ghana sehr populären Lieferdiensten Bolt und Glovo zur Verfügung. Allerdings adressiert Wahu! auch Privatpersonen, die als Kuriere alles Mögliche ausliefern.

Wahu @ YouTube


Nachhaltigkeitsprofis treffen auf Automotive-Adel


Der Firmenname ist ein Wortspiel in zwei ghanaischen Sprachen: In Dagbani bedeutet Wahu" "Pferd", während "W'ahu" auf Twi "Du hast gesehen" bedeutet. In der Firma fließen außerdem zwei Sphären zusammen, nämlich Nachhaltigkeits- und Mobility-Sachverstand. In dieser Form wurde Wahu Mobility erst im vergangenen Jahr von Valerie Labi und dem ehemaligen BMW-Manager Toni Heigl gegründet. Rückendeckung gab es von einem weiteren deutschen Autoexperten: Peter Schwarzenbauer, ehemals Vorstand bei Audi und BMW.

Labi, die in Cambridge ihren Master in Sustainability Leadership gemacht hat, will nicht nur E-Bikes herstellen. Der dreifachen Mutter schwebt ein ganzes E-Mobility-as-a- Service-Ökosystem vor, das maßgeschneidertes Fahrzeugdesign, Wartung und Versicherung ermöglicht und Zugang zu Lieferaufträgen bietet. Eine afrikanische Erfolgsstory, auch die BBC hat bereits über das Start-up in ihrem Podcast  “Focus on Africa” berichtet.


Afrikanische Lösungen für afrikanische Probleme
 

Ihr Unternehmen geht auf ihre Erfahrung in Tamale, im Norden Ghanas, zurück. Hier erkannte sie den hohen Bedarf für eine Micro-Mobility-Lösung, da Logistik unerschwinglich, unzuverlässig und nicht nachhaltig war. Zunächst kaufte Labi, die seit 2008 in Ghana lebt, gebrauchte Fahrräder auf, rüstete sie elektrisch um und brachte sie ab 2020 in ländlichen Gebieten unter dem Namen “Cargo Bikes Africa” zum Einsatz. Damit kamen die Leute von A nach B, konnten aber noch keine großen Gewichte zuladen. 

Die Corona-Pandemie ließ plötzlich – wie überall auf der Welt – E-Commerce und Lieferdienste aus dem Boden schießen, vor allem in den Großstädten. Die neue “Gig Economy” stellte plötzlich Jobs bereit, theoretisch zumindest. Praktisch fehlte oft eine geeignete Mobilitätslösung. Eine eigene Fertigung für ein Fahrzeug, das sich an den spezifischen Erfordernissen Afrikas orientierte, war der logische nächste Entwicklungsschritt. 

 

Die äußerst robusten Wahu!-Bikes sind Lastenräder mit dicken Reifen und verstärkter Vorder- und Hinterradfederung, die sowohl auf dem Land als auch in der Stadt geländegängig sind. Die Zweiräder haben eine Tretunterstützung und eine “Gas”-Funktion. Sie werden mit zwei leicht austauschbaren Batterien geliefert, die für rund 140 Kilometer Reichweite ausreichen. Maßgeschneidert entwickelt von ghanaischen Ingenieuren, nur die Batterien werden nicht vor Ort produziert. 

Rent-to-own und Zugang zur Gig Economy
 

Neben der grünen Mobilität geht es Wahu! – genauso übrigens wie EWIA – darum, ihre Nutzer zu Eigentümern zu machen. Mit einem Rent-to-own-Programm wird die finanzielle Unabhängigkeit der Bike-Entrepreneure gefördert. Die E-Bikes kosten rund 2.000 US-Dollar, ein Finanzplan sieht eine Ratenzahlung innerhalb von 18 bis 24 Monaten in wöchentlichen Raten à 30 US-Dollar vor. 

Mit den Bikes soll insbesondere Frauen in ländlichen Regionen Einkommen verschafft werden, das ist der Gründerin wichtig. Somit erzielt das Unternehmen gleich einen dreifachen Impact gemäß der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen: Gleichstellung der Geschlechter (SDG 5), menschenwürdige Arbeit und wirtschaftliches Wachstum (SDG 8) und Maßnahmen zum Klimaschutz (SDG 13). Und im Grunde genommen macht Wahu! auch die Stadt lebenswerter (SDG 11).

 

Eine eigene App versorgt die Fahrer mit Informationen zum Ladezustand der Batterie, zu den zurückgelegten Distanzen, den eingesparten CO2-Emissionen (für die die Nutzer sogar “Carbon Credits” und “Loyalty Points” bekommen, die sie zu Geld machen können). Die App listet in einer Map aber auch lokale Mechaniker und Lademöglichkeiten für sämtliche E-Fahrzeuge auf, die es in Ghana gibt (nicht nur die eigenen).


Elektro-Power senkt Betriebskosten erheblich – und schafft Jobs
 

Dass die Kuriere durch den elektrischen Antrieb allein sehr viel Geld sparen, verdeutlicht die Kalkulation Labis: Fahrer von Lieferdiensten geben rund 120 Dollar für Benzin je Monat aus. Das Strom-Tanken kostet sie hingegen im Durchschnitt etwa 4 Dollar pro Monat. Die massive Ersparnis bei den Unterhaltskosten soll dafür sorgen, dass Lieferservices (z. B. auch für Medikamente) sowohl kundenseitig als auch für Fahrer attraktiv werden. Labi denkt noch weiter und geht davon aus, dass etwa auch Geburtshelfer ihren Aktionsradius durch ein Wahu!-Rad erheblich erweitern könnten. 
 

Beträchtliches Investment seitens der Schörghuber-Gruppe fördert Expansion
 

Blue Lion, das Family Office der in München sitzenden Schörghuber-Gruppe (Immobilien, Hotels, Paulaner), investierte jüngst eine nicht näher bezeichnete beträchtliche Summe in Wahu! Mittels des Investments sollen die Produktionskapazitäten erweitert, in Forschung und Entwicklung investiert und Marketing und Vertrieb ausgebaut werden. Schon heute ist Wahu! nicht nur in Accra, sondern auch in Togos Hauptstadt Lomé tätig. Außerdem steht eine Expansion in die nigerianische Megacity Lagos und nach Lusaka, die Hauptstadt Sambias, bevor.  

 

Keine Frage, dass ein Unternehmen wie Wahu! für die Produktion nachhaltig erzeugten und verlässlich bereitgestellten Strom braucht. Etwas Anderes käme für eine Firma, die eine nachhaltige Mobilität ermöglicht, auch nicht in Frage.

 

Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit und sind sehr gespannt auf die Entwicklung.

EWIA meets Wahu @ YouTube

Kofi-Annan-Preis 2024

Jan. 2023

Hunger bekämpfen: Kofi-Annan-Stiftung sucht innovative afrikanische Start-ups

Der Karriere-Diplomat Kofi Annan, 7. Generalsekretär der Vereinten Nationen, war Weltbürger und Nobelpreisträger gemeinsam mit der UN im Jahr 2001 – vor allem war er aber ein Sohn Ghanas, geboren in Kumasi. 

Die Kofi-Annan-Stiftung mit Sitz in Genf widmet sich seinem Vermächtnis. Als Unternehmen, das in Ghana tätig ist und auch Kumasi gut kennt, ist es EWIA Green Investments ein Anliegen und gleichzeitig eine Ehre, die Arbeit der Stiftung zu unterstützen.


Afrikanische Lösungen für 17 UN-Nachhaltigkeitsziele

 

Gemeinsam mit dem österreichischen Bundeskanzleramt richtet die Stiftung den Kofi Annan Award for Innovation in Africa aus, der das Bewusstsein für das Potenzial afrikanischer Unternehmer zur Erreichung der 17 UN-Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals, SDG) schärfen soll. Dafür sind unternehmerische Start-ups mit einem bewährten Geschäftsmodell und einer nachgewiesenen sozialen Wirkung aufgefordert, Bewerbungen einzureichen. Die Bewerbungsfrist für die laufende Runde endet am 8. Februar. 

EWIA-CEO Ralph Schneider ist seit 2021 Teil eines internationalen Teams, das die Stiftung und Jury unterstützt. In diesem Jahr ist es das Ziel, innovative Lösungen zu identifizieren, die die Ernährungssicherheit und die Widerstandsfähigkeit der Ernährungssysteme in ganz Afrika verbessern sollen. Gesucht werden innovative, technologiebasierte Lösungen aus ganz Afrika, die zum UN-Nachhaltigkeitsziel SDG2 beitragen: Dieses lautet “Null Hunger”. Derzeit prüft EWIA Möglichkeiten, wie Dörfer in Kamerun elektrifiziert werden können. Solarstrom bietet die Basis für das Betreiben von Wasserpumpen und für die Aufrechterhaltung von Kühlketten und ist damit unerlässlich für die Landbevölkerung und die Bekämpfung von Hunger #SDG2. “Deshalb ist es mir auch ein Anliegen, die Kofi- Annan-Stiftung auch dieses Jahr erneut zu unterstützen." so Ralph Schneider.

Aus den Bewerbungen werden neun Unternehmen ausgewählt und eingeladen, um an einem Innovations-Bootcamp teilzunehmen und vor einer Jury zu pitchen. Die drei Teams mit dem größten Potenzial erhalten einen Zuschuss von 250.000 €, werden auf einer öffentlichen Veranstaltung vorgestellt und anschließend zwölf Monate lang mit Schulungen unterstützt, um die Grundlage für nachhaltiges Wachstum zu gewährleisten. Ein starkes Netzwerk von Mentoren, Investoren und Geschäftspartnern unterstützt die erfolgreichen Bewerber.

Der Preis wird operativ von der Austrian Development Agency und dem Innovation Accelerator des World Food Programme der UN unterstützt.

Wohlstand in Afrika schaffen


Ein solcher Award ist genau das, was Afrika braucht. Afrikanische Lösungen für afrikanische Probleme, intelligent flankiert von internationalen Organisationen. Innovative Unternehmer gibt es auf dem Kontinent zuhauf (siehe Wahu! Mobility), nur an der Finanzierung und dem Zugang hapert es oft. Der Kofi Annan Award for Innovation in Africa schafft hier Abhilfe. 

EWIA bedeutet in Twi, eine der am meisten verbreiteten Sprachen Ghanas, schlicht “Sonne”. Allerdings versteckt sich in unserem Namen auch schon der Anspruch der EWIA Green Investments GmbH: Enable Wealth in Africa. Identifizieren wir also jene innovativen afrikanischen Unternehmen, die nachhaltige Lösungen entwickeln und Wohlstand schaffen. Denn: Bis 2035 wird Afrika die größte Erwerbsbevölkerung der Welt haben. Bis 2050 wird mehr als die Hälfte des weltweiten Bevölkerungswachstums in Afrika stattfinden. Für dieses Wachstum will EWIA die energetische Grundlage schaffen mit günstigen, verlässlichen und grünen Solarstrom-Lösungen. 

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Jan. 2023

Solar-Boom in Afrika wird von Unternehmen befeuert

Der Appetit auf Solarenergie wächst weltweit und auch in Afrika, das belegen die neuesten Zahlen des afrikanischen Solarverbands AFSIA: Mit rund 350 GW installierter Solarkapazitäten rund um den Globus hat die Solarbranche mit einem Anstieg von 46 Prozent gegenüber 2022 einen neuen Höchststand erreicht. In Afrika gingen mehr als 3,7 GW an neuen Solaranlagen ans Netz. Auch das ist ein neuer Rekord. 

Mit einem Zuwachs um 19 Prozent konnte unser Nachbarkontinent allerdings nicht das weltweite Wachstumstempo erreichen. Hinzu kommt: Der Löwenanteil der neu installierten Solarkapazitäten entfiel auch 2023 wieder auf Südafrika.

Dennoch gibt es Bemerkenswertes zu berichten: Erstens ist durchaus eine Verbreiterung der Entwicklung zu registrieren, auch wenn sich diese in anderen Ländern auf noch deutlich niedrigerem Niveau als in Südafrika entfaltet. Zweitens gibt es eine klare Verlagerung von großvolumigen Solarprojekten mit Netzanbindung, hin zu kleineren Anlagen für die Eigenversorgung. Das ist das Segment, in dem auch EWIA Green Investments schwerpunktmäßig aktiv ist.

Mehr und mehr afrikanische Unternehmen setzen auf Solarstrom

 

Im Jahr 2023 entfielen mit 2.429,5 MWp gut 65 Prozent aller neu hinzugefügten Solarkapazitäten in Afrika auf Projekte für gewerbliche und industrielle Zwecke (C&I), was mehr als doppelt so viel ist wie die Inbetriebnahme von Großprojekten. Befördert wird dieser Trend einerseits durch die hohen Preise für Strom aus den Netzen und die stark gestiegenen Kosten für Diesel zum Betrieb von Generatoren. Auf der anderen Seite wird die Entwicklung durch sinkende Preise für Photovoltaik-Anlagen und ein wachsendes Angebot an Finanzierungslösungen erleichtert. 

Was die Entwicklung in Afrika von anderen Regionen der Welt unterscheidet, ist laut AFSIA, dass die Investitionen in die Stromproduktion durch PV-Anlagen vor allem durch betriebswirtschaftliche Entscheidungen getrieben werden. Unternehmen investieren, weil Solarstrom aus der eigenen Anlage die günstigste und zuverlässigste Energiequelle ist, nicht weil es staatlich verordnet oder subventioniert ist.


AFSIA ist die erste Instanz in Sachen PV in Afrika 

AFSIA, die Africa Solar Industry Association, ist der Verband für Solarfachleute in Afrika. Die Vereinigung hat ihren Hauptsitz in Kigali, Ruanda, und führt solarbezogene Aktivitäten und Programme in ganz Afrika durch – von Ägypten bis Südafrika, von den Kapverden bis Madagaskar.

AFSIA fördert das volle Spektrum der Solarenergie auf dem afrikanischen Kontinent, von großen netzgekoppelten Projekten bis hin zu ”off-grid” – netzunabhängigen  – Solaranlagen für Privathaushalte, von Hybridsystemen mit Diesel und Speicher bis hin zu solaren Wasserpumpen, Solarkochern oder solaren Warmwasserbereitern.

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Jan. 2023

Rundgang Radach Lodge


Die Radach Lodge, die über 68 Zimmer und mehrere Konferenzsäle und Restaurants verfügt, ist als Tagungshotel sehr stark nachgefragt. So stark, dass eine Expansion unumgänglich wurde, wie Kwaku Boahene Asare, General Manager der Radach Lodge, EWIA Sales Director Nana Kwadwo Adu-Boateng bei einem Rundgang erklärt. 

Auf dem Gelände, das 16 Acre (oder ca. 65.000 m2) umfasst, befindet sich nun ein Anbau, der gerade errichtet wird und auf sechs Etagen weitere 170 Zimmer anbieten wird. Dieser Anbau wird das erste Vier-Sterne-Hotel in Tamale sein und hier kommt nun EWIA mit einer energetisch nachhaltigen, versorgungssicheren und günstigen Solar-Lösung ins Spiel.

Sehen Sie selbst!

https://www.youtube.com/watch?v=coVF8qn1DAY
 

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Jan. 2024

Was sich der Betreiber des Radach Hotels von der PV-Anlage verspricht

In Tamale finanziert, konzipiert und installiert EWIA die PV-Anlage (ca. 74 kWp) des Radach Hotels. EWIA Sales Director Nana Kwadwo Adu-Boateng hat sich mit dem Hotelbesitzer, Rev. Dr. Johnson Asare, und seinem Sohn und baldigen Nachfolger, Kwaku Boahene Asare, zusammengesetzt, um darüber zu sprechen, was sie sich von der Anlage versprechen. 

Der Betreiber des Hotels ist die Radach Lodge & Conference Centre Ltd., was schon darauf hindeutet, dass es sich um ein Tagungshotel handelt. Im großen und gut gebuchten Konferenzsaal finden viele Veranstaltungen mit bis zu 1.500 teilnehmenden Personen statt.

Dr. Asare zufolge machten die massiv gestiegenen Stromkosten dem Hotel sehr zu schaffen. Für die Versorgung von 500.000 bis eine Million Gästen im Jahr – ein Großteil davon Teilnehmerinnen und Teilnehmer der zahlreichen Tagungen – wünscht er sich nicht nur eine günstige, sondern auch eine nachhaltige energetische Lösung. 

Die von EWIA konzipierte Anlage, deren Inbetriebnahme für den Sommer 2024 geplant ist, reduziert die Energiekosten spürbar um 30-50.000 Euro im Jahr, die zukünftig für andere Zwecke verwendet werden können.

Zum Interview geht es hier: https://www.youtube.com/watch?v=g1yvugwrVTo 

Zum Projekt-Investment geht es hier: https://ewiafinance.de/campaigns/radach-hotel/

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Nov. 2023

EWIA wird E-Mobility-Anbieter Wahu! mit Solar ausrüsten

E-Mobility ist auch in Afrika ein Megatrend. Nun unterzeichnete EWIA einen Vertrag mit Wahu!. Das Unternehmen will in Ghana zukünftig 200 E-Bikes pro Monat fertigen. Die nachhaltige und günstige Mobilität, die die Wahu! Bikes und die dazugehörige App bereitstellen, öffnen mehrere Jobmärkte und gewähren insbesondere Frauen Zugang zur aufstrebenden Gig Economy. Die Idee wurde ursprünglich in Tamale in Nordghana geboren. Hinter dem Unternehmen stecken eine smarte Unternehmerin und zwei deutsche Auto-Manager. Die Münchner Schörghuber-Gruppe (Paulaner Bräu/Arabella Hotels) gehört zu den Investoren.

EWIAs Managing Director Timo Schäfer und Sales Director Nana Kwadwo Adu-Boateng haben mit dem ghanaischen E-Bike-Hersteller und -Provider Wahu Mobility den Vertrag unterzeichnet: Geplant ist zunächst eine 42 kWp-Anlage auf dem Werksgelände von Wahu! Zwei bis drei weitere Ausbaustufen könnten bald folgen, um dann 200 kWp zu erreichen – denn Wahu! hat einiges vor. Die Firma will zukünftig in Ghanas Hauptstadt Accra 200 E-Bikes pro Monat produzieren – und dazu braucht es günstigen, nachhaltigen und verlässlichen Strom. Etwas Anderes käme für eine Firma, die eine nachhaltige Mobilität ermöglicht, auch nicht in Frage.

Wahu Mobility wurde im vergangenen Jahr von der Seriengründerin Valerie Abena Konyo Labi mit Unterstützung zweier namhafter deutscher Auto-Manager, nämlich Toni Heigl, ehemals BMW-Manager und dem ehem. BMW-Vorstand Peter Schwarzenbauer aus der Taufe gehoben. 

Wahu! – ehemals Mana Mobility, bzw. Africa Cargo Bikes – designt und produziert seine extra auf den ghanaischen Markt abgestimmten E-Bikes selbst und stellt seine Flotte dann in Ghana sehr populären Lieferdiensten wie etwa Bolt und Glovo zur Verfügung, mit denen eine Partnerschaft besteht. Und Wahu! adressiert auch Privatpersonen, die als Kuriere alles Mögliche ausliefern. 

Rent-to-own und Zugang zur Gig Economy
Neben der grünen Mobilität, die Wahu! ermöglicht, geht es der Firma – genauso übrigens wie EWIA – darum, ihre Nutzer zu Besitzern zu machen, und fördert daher mit einem Rent-to-own-Programm die finanzielle Unabhängigkeit der Bike-Entrepreneure. Die E-Bikes kosten rund 2.000 US-Dollar in der Anschaffung, ein Finanzplan sieht eine Ratenzahlung innerhalb von 18 bis 24 Monaten in wöchentlichen Raten à 30 US-Dollar vor. 

Die äußerst robusten Wahu!-Bikes sind quasi Lastenräder mit dicken Reifen und verstärkter Vorder- und Hinterradfederung, die sowohl auf dem Land als auch in der Stadt geländegängig sind und sowohl eine Tretunterstützung als auch eine Gasfunktion bieten. Sie werden mit zwei leicht austauschbaren Batterien ausgeliefert, die für rund 140 Kilometer Reichweite pro Tag ausreichen, verriet Labi jüngst “BBC Focus on Africa”. Maßgeschneidert entwickelt von ghanaischen Ingenieuren, nur die Batterien werden nicht vor Ort produziert.

Mit den Bikes erhalten die Nutzer und Besitzer in spe außerdem Zugang zu Ghanas Gig Economy, denn sie bekommen über Wahu! auch Aufträge. So soll insbesondere auch Frauen in ländlichen Regionen Einkommen verschafft werden, das ist der Gründerin wichtig. 

Eine eigene App versorgt die Fahrer:innen mit Informationen zum Ladezustand der Batterie, zu den zurückgelegten Distanzen, den eingesparten CO2-Emissionen (für die die Nutzer sogar “Carbon Credits” und “Loyalty Points” bekommen, die sie zu Geld machen können) etc. Die App listet in einer Map aber auch lokale Mechaniker und Lade-Möglichkeiten für sämtliche E-Fahrzeuge, die es in Ghana gibt (nicht nur die eigenen).

Beträchtliches Investment seitens der Schörghuber-Gruppe fördert Expansion
Blue Lion, das Family Office der in München sitzenden Schörghuber-Gruppe (Immobilien, Hotels, Paulaner), investierte jüngst eine nicht näher bezeichnete beträchtliche Summe in Wahu!. Mit dem Kapital sollen die Produktionskapazitäten erweitert, in Forschung und Entwicklung investiert und Marketing und Vertrieb ausgebaut werden. Schon heute ist Wahu! nicht nur in Accra, sondern auch in Togos Hauptstadt Lomé tätig. Außerdem steht eine Expansion in die nigerianische Megacity Lagos und in die Hauptstadt Sambias, Lusaka, bevor.  

Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit und sind sehr gespannt auf die Entwicklung.

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Nov. 2023

Compact with Africa-Gipfel: Startschuss für intensivere 

Zusammenarbeit zwischen Afrika und Deutschland

Die G20-Initiative "Compact with Africa" (CwA) zielt darauf ab, die Beziehungen zwischen reichen Industriestaaten und aufstrebenden Staaten in Afrika auszubauen. Zu diesem Zweck kamen am Montag in Berlin politische und wirtschaftliche Schwergewichte zusammen. In der Folge will Deutschland bis 2030 vier Milliarden Euro in grüne Energie auf dem Nachbarkontinent investieren. Private Investitionen werden als Schlüssel für die Entwicklung progressiver Staaten angesehen. EWIA-CEO Ralph Schneider schildert, wie er das Gipfeltreffen erlebt hat. 

Berlin wimmelte am Montag von Staatslenkern. Bundeskanzler Olaf Scholz empfing Präsidenten und Ministerpräsidenten aus gut einem Dutzend afrikanischen Staaten, außerdem den Präsidenten der Afrikanischen Union, den Gesandten des Präsidenten der African Development Bank. Seitens der G20 und EU gaben sich EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen, EU-Ratspräsident Charles Michel, Frankreichs Präsident Emanuel Macron und der Regierungschef der Niederlande, Mark Rutte, die Ehre, außerdem Bundeswirtschaftsminsiter Robert Habeck und Bundesentwicklungshilfeministerin Svenja Schulze.

Im Berliner Marriott Hotel kamen insgesamt mehr als 700 Gäste beim nunmehr vierten G20 Investment Summit - German Business and the CwA Countries zusammen, der von der Subsahara-Afrika Initiative der Deutschen Wirtschaft (SAFRI) ausgerichtet wurde. SAFRI wird partnerschaftlich getragen von der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK), dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), dem Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) und dem Afrika-Verein der Deutschen Wirtschaft.

 

Charity ist vorbei, die deutsche Wirtschaft soll und will in Afrika investieren.
 

Insbesondere eine Zusage von Bundeskanzler Olaf Scholz im Anschluss im Kanzleramt sorgte international für Schlagzeilen. Flankiert vom Vorsitzenden der Afrikanischen Union (AU), Azali Assoumani, und dem Vorsitzenden der AU-Kommission, Moussa Faki Mahamat, gelobte er, bis 2030 vier Milliarden Euro in grüne Energie in Afrika zu investieren, vor allem in grünen Wasserstoff. Deutschland möchte das auch tun, um bis 2045 klimaneutral zu werden. Wichtig sei aber zudem, “dass alle Afrikanerinnen und Afrikaner Zugang zu nachhaltiger und bezahlbarer Energie haben”, verlautbarte die Bundesregierung.

 

Die Botschaft, die von diesem Gipfel gesendet wurde, lautet: Es geht im Zusammenhang mit den afrikanischen Staaten nicht mehr um Charity oder Entwicklungshilfe, sondern um Investments. Die Afrikaner wollen keine Spenden, betonte der nigerianische Präsident. Das sieht der Bundeskanzler ähnlich: “Das enorme wirtschaftliche Potenzial wird sich nur durch große private Investitionen heben lassen”, so Scholz.

Bundesregierung will Risiken hedgen
 

Bundeskanzler Scholz betonte, dass sich Reformen auszahlen, denn jene derzeit 13 CwA-Staaten seien in den letzten Jahren doppelt so stark gewachsen wie die anderen afrikanischen Staaten. Er sieht ein erhebliches Potenzial an erneuerbaren Energien auf dem Kontinent, jedoch ist eine nachhaltige Energieversorgung eine der zentralen Herausforderungen angesichts von 1,3 Milliarden im Durchschnitt sehr jungen Menschen.

 

Doch was genau möchte Deutschland in den CwA-Staaten fördern? Drei Dinge vor allem laut Bundesregierung: 

“Privatinvestitionen werden durch günstige Garantie-Konditionen erleichtert. Damit treibt die Bundesregierung die Diversifizierung, also die Verbreiterung der Wirtschaftsbeziehungen voran, um für Krisen besser gewappnet zu sein.
 

Die Länder Afrikas sollen stärker von ihrem Rohstoffreichtum profitieren und den ersten Schritt der Verarbeitung der Rohstoffe vor Ort vornehmen. Das schafft dort Arbeitsplätze und Wohlstand. Zugleich gewinnt die deutsche Industrie verlässliche Lieferanten. Die Bundesregierung arbeitet hier an konkreten Förderinstrumenten.
Zudem ist vorgesehen, die Förderung von Start-ups in Compact-Ländern auszuweiten, insbesondere für solche, die von Frauen geführt werden.”   

 

Die Garantiekonditionen sind ein wichtiges Instrument, denn wie es in der SZ heißt: “Auch gibt es Risiken bei Wechselkursen und Handelsregeln. Deswegen will die Bundesregierung Mechanismen zur Absicherung von Investitionen stärken und ausbauen, etwa gemeinsam mit der Weltbank.”

 

Auf dem Panel und hinter den Kulissen
Neben den Panel-Diskussionen mit Wirtschaftschaftgrößen und Staatslenkern wie Bola Ahmed Adekunle Tinubu, (Präsident Nigeria), Alassane Ouattara (Präsident Elfenbeinküste), Macky Sall, (Präsident Senegal),  Jean Michel Sama Lukonde Kyenge (Premierminister Demokratische Republik Kongo), Nana Addo Dankwa Akufo-Addo (Präsident Ghana), Faure Gnassingbé (Präsident Togo) und Hakainde Hichilema (Präsident Sambia) bestimmten exklusive Side-Events den Gipfel. 

 

Die Friedrich-Ebert-Stiftung etwa lud zum Thema Wasserstoff und erneuerbare Energien, andere Delegationen trafen sich mit ihren Gesprächspartnern in den Hotels, in denen sie untergebracht waren. EWIA-CEO Ralph Schneider traf sich mit den Delegationen der beiden stärksten Volkswirtschaften in West- und Ostafrika, die beide reges Interesse zeigten, etwas mit EWIA auf die Beine zu stellen. EWIA-Partner trafen sich noch mit dem nigerianischen Energieminister, ein Get-Together mit dem kongolesischen Premierminister scheiterte am Terminkalender. 

 

Fazit des Gipfels
Der Gipfel war ein Paukenschlag und eine Zäsur. Das neue afrikanische Selbstbewusstsein zeigte sich. Nicht nur dass Staaten wie Russland und China die Region heftig umwerben, auch nimmt die Kaufkraft der Konsumenten zu, denn der Mittelstand hat sich in einigen Ländern teilweise verdreifacht. Ausgeprägt scheint jedoch die Überzeugung, viele Herausforderungen nur gemeinsam lösen zu können. 

In Berlin begann etwas. Folgerichtig drängte die Afrikanische Union auch darauf, einen Compact mit ganz Afrika zu erreichen.

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Nov. 2023

EWIA erhöht die (Wo)manpower

Das EWIA-Team wächst! Vielleicht ist Ihnen beim Blick auf unsere Website bereits aufgefallen, dass sehr viele Frauen bei EWIA beschäftigt sind. Eine hohe weibliche Erwerbsquote ist in Ghana ganz normal, auch viele Unternehmen werden von Frauen gegründet und geleitet. Frauen haben in der ghanaischen Gesellschaft eine hohe Stellung und sie studieren auch zahlreich. Zwei neue Gesichter in unserem Team stellen wir Ihnen heute vor. 

Ab sofort verstärken uns Afefa Akoumany und Hilda Dramani-Eshun. Ihre Aufgabenbereiche und ihr jeweiliger Hintergrund unterscheiden sich und verdeutlichen die Bandbreite an Positionen, die bei EWIA inzwischen entstehen und besetzt werden.  

 

Afefa ist Elektroingenieurin mit über vier Jahren Erfahrung im Bereich der Solarenergie. Sie versteht sich auf die Planung und Installation von PV-Solaranlagen und interessiert sich leidenschaftlich für aktuelle Trends im Bereich der erneuerbaren Energien und der Forschung. Derzeit absolviert sie einen MPhil-Studiengang in Technologien für erneuerbare Energien an der Kwame Nkrumah University of Science and Technology (KNUST).

 

Hilda ist eine dynamische Fachkraft mit einer umfangreichen Erfahrung in den Bereichen Vertrieb, Kundenbetreuung, Verwaltung und Unternehmensentwicklung. Bei EWIA fungiert sie als Sales & Administrative Manager. Zuvor hat Hilda als B2B-Vertriebsspezialistin beim aus Estland stammenden Mobility-Anbieter und Uber-Wettbewerber Bolt gearbeitet, wo sie ihre Fähigkeiten im Verkauf von Business-Lösungen an kleine und mittelgroße Kunden unter Beweis gestellt hat. 

 

Die Bereiche Account Management und Kundenbeziehungen zählen zu Hildas Stärken, außerdem Business-to-Business-Vertrieb (B2B), Vertriebsmanagement, Google Workspace, Customer Relationship Management (CRM) und Direktvertrieb.

Brückenschlag von München nach Ghana
 

Afefa konnte jüngst bei einem Netzwerk-Treffen und Botschafterempfang glänzen, den EWIA besuchte. Anlässlich des Besuchs von Dr. Peter Jansens, Mitglied des Beirats des Forschungszentrum Jülich (zuständig für das Helmholtz-Institut Erlangen-Nürnberg für erneuerbare Energien), und einem damit verbundenen Empfang fanden wir uns am Donnerstag in der deutschen Botschaft in Accra ein. Der Abend ermöglichte Networking im Bereich “Grüner Wasserstoff und Net-Zero-Ziel” und verband wissenschaftliche Exzellenz mit Unternehmertum. 

 

Dass Afefa das Verknüpfen unterschiedlicher Disziplinen gut gelingt, verdankt sich auch ihrem Studium, von dem EWIA sehr profitieren kann. Die KNUST mit Sitz in Kumasi, der Hauptstadt der Ashanti-Region, kooperiert mit dem SEED Center der TU München (TUM). Die Kooperation der beiden Partner-Universitäten geht so weit, dass sie jüngst außerdem das Austausch-Porgramm TUM.Africa Talent aufsetzen. 

 

Afefa ist die lokale Vertreterin der „TUM SEED Student Initiative Founder“ an der KNUST und wurde in diesem Zusammenhang zum „TUM SEED Student Initiative Founder Forum“ nach München eingeladen. Das zwischen dem 7. und 16. Dezember 2023 tagende Forum versammelt Studierende von korrespondierenden technischen Universitäten des globalen Südens, genauer: Aus Äthiopien, Ghana, Indien, Indonesien, Kenia, Namibia, Peru und Uganda.

 

SEED – also “Samen” im Englischen – steht für “Sustainable Energies, Entrepreneurship and Development” und verbindet die Themen erneuerbare Energien, Unternehmertum und Entwicklung. Träger des SEED Center sind der Deutsche Akademische Austauschdienst und das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. 

 

Wir freuen uns, Afefa und Hilda an Bord zu haben und gemeinsam mit ihnen afrikanischen KMUs grüne, verlässliche und erschwingliche Lösungen anbieten zu können.

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Nov. 2023

Update zum Projekt Radach Hotel

Das Radach Lodge & Conference Centre ist mit seinen 68 klimatisierten Zimmern eines der beliebtesten Tagungshotels in Nordghana. Insbesondere die in der Region aktiven NGOs, Entwicklungsorganisationen sowie Unternehmen, Parteien und Regierungsvertreter nutzen das Hotel als Location für Events oder nationale Konferenzen. Das in Familienbesitz befindliche Haus ist daher meist ausgebucht und will expandieren. Ein Neubau mit zusätzlich 180 Betten wird gerade erstellt. Damit wird es zum größten Hotel in Nordghana. Die Erweiterung soll mit einer Modernisierung einhergehen, hier kommt EWIA ins Spiel.

Im Juni hat EWIA mit den Betreibern des Radach Hotels in Tamale/Ghana einen Projektvertrag unterzeichnet, seitdem läuft die Detailplanung. Der Vertrag mit dem Generalunternehmer ist unterschrieben, der die 74 kW-Freiflächenanlage errichten wird. Unser Partner ist die Green Power Brains Ltd., ein Unternehmen mit Niederlassungen in Ghana und Benin sowie Sitz in München – sein Gründer, Michele Velenderic, hat sich wie EWIA mit seinem Unternehmen der Förderung nachhaltiger Energielösungen für den afrikanischen Kontinent verschrieben. Green Power Brains ist ein sogenannter EPC-Anbieter. Die Abkürzung steht für Engineering, Procurement, Construction, auf Deutsch: Entwicklung, Beschaffung und Realisierung. Als Technologie-Partner ist der EPC für Installation und Betrieb der Anlage verantwortlich.

 

Green Power Brains übernimmt als EPC Installation und Betrieb der PV-Anlage

 

So wie EWIA ist Green Power Brains in Afrika ebenfalls schon fest verwurzelt und bildet vor Ort auch Techniker aus. Die Anlage kann nach Inbetriebnahme voraussichtlich rund 108.000 kWh Strom p.a. produzieren, was damit ca. 50 Prozent des Energieverbrauchs des Hotels abdeckt. Wenn weiter alles nach Plan läuft, kann die Inbetriebnahme der Anlage Anfang 2024 erfolgen. Ein weiterer Ausbau ist bereits angedacht. Mittelfristig möchte das Hotel vollständig autark in der Stromversorgung werden.

 

Parallel zur technischen Umsetzung laufen die Vorbereitungen zur Refinanzierung der 160.000 €-Investition auf Hochtouren. Dafür bauen wir einen neuen Finanzierungskanal auf, der Anlegern auch die direkte Beteiligung an Projekten ermöglichen wird. Dieser Kanal soll noch vor Jahresende geöffnet werden.

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Okt. 2023

Solar-Business in Kamerun erweitert EWIAs Geschäftsmodell

Solar-Business in Kamerun erweitert EWIAs Geschäftsmodell
In der vergangenen Woche reisten EWIA-CEO Ralph Schneider und EWIA-CFO Timo Schäfer erstmals ins zentralafrikanische Kamerun, um die nächste Entwicklungsstufe von EWIA in Angriff zu nehmen. Ziel war es, in der knapp 28 Millionen Einwohner zählenden Nation gemeinsam mit unseren Partnern von SunErgy Dörfer zu besuchen, die SunErgy elektrifiziert hat und Chancen auszuloten für Off-Grid-Neugeschäft. Dazu trafen wir uns mit Ausrüstern, Ministern, dem Präsidenten einer Region, NGOs, Botschafts- und EU-Vertretern. Ein Reisebericht.

Während EWIA afrikanische KMUs und den sog. C&I-Markt (Commercial & Industrial/ mittelständische Unternehmen) adressiert und etwa auch die PVvon Mobilfunkmasten finanziert, stattet SunErgy ganze Dörfer mit Solarenergie aus. Im Rahmen der Solar-Allianz von KGAL, SunErgy und EWIA greifen wir nun auf die Ressourcen und Kontakte zurück, die SunErgy jahrelang in Kamerun aufgebaut hat, um weitere Projekte zu finanzieren. Es gibt noch viel zu tun, denn knapp 11,5 Millionen Kameruner (41 %) leben auf dem Land. 8,7 Millionen darunter haben keinen Zugang zu Elektrizität

Unsere Rundreise in dem Land, das mit Englisch und Französisch zwei Amtssprachen in verschiedenen Regionen und entsprechend unterschiedlich geprägte Alltagskulturen hat, führte uns von der einstmaligen Hauptstadt Douala, die die bevölkerungsreichste Stadt des Landes, Hauptstadt der Region Littoral und Hauptort des Verwaltungsbezirks Wouri ist, über Maroua im Nordosten an der Grenze zum Tschad in die weiter im Landesinneren liegende, knapp 2,5 Millionen Einwohner zählende Hauptstadt Jaunde

So sah unser Kalender in der vergangenen Woche aus:

 

EWIAs Terminkalender


17.10., Dienstag

Abends Ankunft in der Hafenstadt Douala
 

18.10., Mittwoch 

Besuch von SunErgy-Anlagen rund 75 Kilometer nordwestlich von Douala. Besichtigung von drei Solaranlagen, die fünf Dörfer elektrifizieren.

 

19.10., Donnerstag 

8:00 Uhr Flug von Douala nach Maroua
Besuch von Solkamtech SARL, einem Ausrüster (EPC) und Entwickler, abends Besuch des Dorfes Salla wegen Elektrifizierung (Show Case)
In Maroua Empfang beim lokalen Ministerium mit dem Vice Minister und dem Secretary der Region. Außerdem war der “Stadtkämmerer von Maroua” zugegen. In Maroua wurde kürzlich auch ein Solarpark mit 36 MWp eingeweiht (mehr dazu hier).

 

20.10.  Freitag 
Treffen mit dem Berliner Spezialisten für Off-Grid-Systeme SolarWorx und mit Solkamtech, um einen Business Case zu kalkulieren und Möglichkeiten der Kooperation zu eruieren
Treffen mit dem Präsidenten der Region Maroua und seinen Mitarbeitern bezüglich der Elektrifizierung der Region mittels Off-Grid-Systemen

 

21.10., Samstag 
Besichtigung der Solaranlage des Zentralkrankenhauses in Maroua, dessen Solaranlage von Solkamtech konzipiert und errichtet wurde
16:00 Uhr Flug in die Hauptstadt Jaunde 

 

22:10., Sonntag 
Treffen mit dem Gründer und Geschäftsführer des Minigrid-Developer REI in Jaunde

 

23.10., Montag 
Treffen mit Vertretern der GIZ (Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit)
Treffen mit Vertretern der EU im EU-Gebäude (vergleichbar mit einer Botschaft) in Jaunde
20:30 Uhr Rückflug nach Douala

 

24.10., Dienstag 
10:00 - 15:30 Uhr Treffen und Workshop mit den Kollegen von SunErgy
20:00 Uhr Rückflug nach Deutschland

 

Afrika im Kleinen – noch

 

Es heißt oft, Kamerun sei ein Mini-Afrika, weil es sämtliche Landschaften, Vegetations- und Klimazonen des Kontinents abbildet. Das Land liegt am Atlantik, verfügt über Gebirge, üppigen tropischen Regenwald, Savannen und Wüste. Ein Paradies eigentlich mit ungemein freundlichen Menschen. 

Die Frage ist jedoch, wie lange diese Aussage noch berechtigt ist. Der Klimawandel ist in Kamerun keine abstrakte Gefahr mehr, sondern längst beunruhigende Realität. Die Regenzeiten verkürzen sich und es fällt auch insgesamt weniger Regen. Das ist für die Vegetation verheerend und auch das lokale Wasserkraftwerk erzeugt nur noch ein Drittel des Stromes des letzten Jahres. Solarenergie kann zumindest diese Stromkrise lindern und der Klimakrise entgegenzuwirken.

 

Fazit
Die Gespräche, die wir führten, stimmen uns zuversichtlich. Das Potential und die Notwendigkeit der Elektrifizierung ist enorm und kann nur mit privaten Unternehmen und Investitionen sukzessive aufgebaut werden. Die politischen Entscheidungsträger, die wir trafen, waren dem Thema Solar gegenüber mehr als aufgeschlossen. Zwei Themen dominieren die Agenda der Politik: Saubere und sichere Wasserversorgung und Elektrifizierung. In der Region Extrem North rund um Maroua gibt es z.B. 4000 Dörfer, von denen lediglich 2 Prozent Strom haben. Es ist höchste Zeit, dies zu ändern. Kamerun hat noch einen weiten Weg vor sich, jedoch sind Optimismus und Aufbruch trotz oder gerade wegen der Herausforderungen spürbar.

Sicher ist auch, dass wir wiederkommen werden!

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Okt. 2023

EWIA finanziert Solaranlage für Zablikani Enterprise

Bis zu 550.000 € Co-Investment - EWIA und CEI Africa vereinbaren eine Partnerschaft zur Finanzierung netzunabhängiger Solarprojekte in Subsahara-Afrika
 
EWIA Green Investments hat sich heute mit der CEI Africa Stiftung  auf die Bedingungen geeinigt, über welche die mögliche Finanzierung von netzunabhängigen Solarprojekten in Subsahara-Afrika definiert werden. Die Kooperation bedeutet für EWIA ein zusätzliches Finanzierungsvolumen von bis zu 550.000 Euro in der aktuellen Crowdfundingrunde auf FunderNation – Geld, das die Energiewende in der Region unterstützen und den gewerblichen und industriellen Solarsektor (C&I) in der Region unterstützen soll. CEI Africa soll zu denselben Bedingungen wie die privaten Investoren auf FunderNation investieren.
 
Die geplante Partnerschaft zeigt, dass CEI Africa davon überzeugt ist, dass EWIA über sehr großes Potenzial verfügt, um kleinen und mittelständischen Unternehmen der Region eine bessere Stromversorgung zu verschaffen. Die Investition von CEI Africa zielt darauf ab, zusätzliche private Investments in den netzunabhängigen Energiesektor zu fördern. CEI Africa investiert im Verhältnis 2:1 zusätzlich zum über FunderNation eingeworbenen Kapital.  Das heißt, für 2 Euro, die über die digitale Finanzierungsplattform investiert werden, investiert CEI Africa zusätzlich 1 Euro. Der Beitrag von CEI Africa kann daher maximal 550.000 Euro erreichen – zusätzlich zu den 1,1 Millionen Euro, die für die FunderNation-Kampagne vorgesehen sind. Die Bedingungen der Investition von CEI Africa wurden in einem unverbindlichen Term Sheet festgelegt und stehen unter dem Vorbehalt, dass CEI Africa die Due-Diligence-Prüfung abschließt und die endgültige Zustimmung erteilt wird.
 
Ein bedeutendes Signal des Vertrauens in Richtung unserer privaten Investoren
 
"Diese Kooperation ist nicht nur ein wichtiger Beitrag zum weiteren Ausbau unserer Geschäftstätigkeit und damit zu unserer Mission, Unternehmen in Subsahara-Afrika mit zuverlässigem, bezahlbarem und klimafreundlichem Strom zu versorgen", kommentiert Timo Schäfer, CFO von EWIA. "Es ist auch ein bedeutendes Signal des Vertrauens in Richtung unserer privaten Investoren."
 
CEI Africa wurde  im Jahr 2021 von der deutschen Förderbank KfW im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gegründet, um den Zugang zu Energie für ländliche und stadtnahe Haushalte und Unternehmen in Subsahara-Afrika zu verbessern. Die Stiftung wird von einem Konsortium aus Triple Jump B.V., Persistent Energy Capital und GreenMax Capital Group verwaltet. Sie ist eine zentrale Anlaufstelle für Mini-Grid-Entwickler und andere netzunabhängige Energieunternehmen, einschließlich Solarunternehmen für den gewerblicher und industriellen Sektor (“C&I”), und bietet eine Vielzahl von Finanzierungsinstrumenten. Die Umsetzung einer Crowdfinanzierungs-Tranche der Stiftung, die in Zusammenarbeit mit europäischen Crowdfunding-Plattformen an Fremdkapital- und Investment-Runden teilnimmt, wird von Persistent geleitet. CEI Africa hat bislang 28 Millionen Euro bereitgestellt, um netzunabhängige Energieunternehmen und Entwickler von Mini-Grid-Projekten durch Co-Finanzierung mit Crowdfunding-Anbietern und technischer Hilfestellung zu unterstützen.

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Sep. 2023

EWIA finanziert Solaranlage für Zablikani Enterprise

Vergangenen Dienstag wurden die Unterschriften geleistet: Der nächste Vertrag mit einem Solar-as-a-Service-Kunden ist in trockenen Tüchern: Zablikani Enterprise aus Tamale im Norden Ghanas will sich mit Hilfe von Solaranlage und Speicher komplett unabhängig vom Netz und Dieselgenerator machen.

Zablikani Enterprise ist ein stetig wachsendes, mittelständisches Familienunternehmen, das in der Kunststoffproduktion tätig ist. Zu den Erzeugnissen gehören unter anderem Einkaufstaschen, Lebensmittelträger und Flaschen. Die Jahresproduktion beträgt derzeit ca. 220 Tonnen, die Abnehmer sind in erster Linie Handelsunternehmen und kommen aus Ghana und Burkina Faso. Zablikani verfügt über einen modernen Maschinenpark und beschäftigt über 50 lokale Arbeitskräfte. 

 

Das Unternehmen hat zuletzt kräftig in den Ausbau des Maschinenparks investiert und bezieht für die Produktion Kunststoffgranulat. Jüngst ist eine erste Recyclinganlage in Betrieb genommen worden, die Anschaffung einer zweiten ist geplant, um bei der Produktion selbst recyceltes Material einzusetzen. Alhaji Kabiru Ziblim und Alhaji Abdulah Ebilis, die beiden Gesellschafter des Unternehmens, haben ehrgeizige Wachstumsambitionen: Ein Dreischichtbetrieb ist das Ziel, damit die Maschinen voll ausgelastet sind. Dies würde natürlich auch zusätzliche Arbeitsplätze für die Region bedeuten.

Das Ziel: Mit Solaranlage und Speicher autark von Netz- und Dieselstrom werden

 

Neben der Inflation hemmen derzeit vor allem die hohen Energiekosten in Ghana eine schnellere Entwicklung des Unternehmens. Unsichere Netzstromversorgung mit häufigen Stromausfällen und insbesondere die unberechenbaren Spannungsschwankungen gefährden die Maschinen und die Produktion. Die Vision des Unternehmens ist es, sich durch sauberer Energie aus einer Solaranlage plus Speicher komplett unabhängig vom Netz und Dieselgenerator zu machen.

 

Die von EWIA konzipierte und finanzierte Anlage ist auf eine Leistung von 56 kWp ausgelegt, der Batteriespeicher hat eine Kapazität 46 kWh. Die Finanzierung ist auf zehn Jahre ausgelegt. In dieser Zeit hat Zablikani Enterprise durch fest vereinbarte monatliche Raten eine sichere Kalkulationsgrundlage. Nach Ablauf der Finanzierungsphase geht die Anlage ins Eigentum des Unternehmens über.
 

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Aug. 2023

Joyce Obodai Adjei

​Mit tiefer Trauer müssen wir heute bekannt geben, dass unsere geschätzte Mitarbeiterin Joyce Obodai-Adjei unerwartet verstorben ist. Gerade in einem jungen Startup-Unternehmen wie EWIA, das von Optimismus und Wachstum geprägt ist, ist es sehr schwer, eine solch traurige Nachricht zu veröffentlichen. Dies ist ein schwerer Verlust.

Das Management und das Team sind immer noch am Boden zerstört. Als einer der ersten Mitarbeiter von EWIA in Ghana war Joyce maßgeblich am Aufbau unserer Verwaltung und unseres lokalen Büros beteiligt. Unser CEO Ralph Schneider und Sales Director Nana Boateng hatten bereits bei Yingli Solar die Gelegenheit, mit Joyce zusammenzuarbeiten und haben sie über die Jahre als hoch motivierte und engagierte Kollegin schätzen gelernt. Joyce war auch bei Kunden, Partnern und Kollegen gleichermaßen hoch angesehen.

Joyce war 46 Jahre alt und hinterlässt ihren Ehemann und vier Kinder. Unsere Gedanken und unser Mitgefühl sind bei ihrer Familie. Die Beileidsbekundungen von Kunden und Geschäftspartnern werden selbstverständlich an die Familie weitergeleitet.

Wir werden Joyce vermissen und uns immer gern an die Freude erinnern, die sie verbreitet hat. Möge sie in Frieden ruhen.

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Mai 2023

Pressemitteilung
EWIA, KGAL und SunErgy schließen Solar-Allianz für Afrika

  • Enge Zusammenarbeit bei PV- und Telekom-Projekten vereinbart

  • Schlechte Stromversorgung bremst Wachstumschancen von Unternehmen

München, 15. Mai 2023. EWIA Green Investments, KGAL und die SunErgy GmbH arbeiten künftig in mehreren afrikanischen Ländern zusammen, eine entsprechende Vereinbarung haben die drei Gesellschaften geschlossen. Gemeinsames Ziel ist die Realisierung und Finanzierung von Solaranlagen für Gewerbe- und Industriekunden (C&I ) und Projekten in der Telekommunikationsinfrastruktur in West- und Ostafrika.


Mit der Zusammenarbeit geht EWIA gezielt ihren Rollout in Subsahara-Afrika an. Die Kooperation ist ein wichtiger Meilenstein der Diversifizierungsstrategie des Unternehmens, das Solar-as-a-Service-Lösungen für kleine und mittelständische Unternehmen anbietet. Die Organisationen ergänzen sich perfekt bei der Realisierung, Finanzierung und dem Betrieb von netzgekoppelten Anlagen und Mini-Grid-/Insellösungen in Afrika.

“Deutschland und Europa wollen künftig verstärkt in Afrika produzierte Energie importieren, zum Beispiel in Form von grünem Wasserstoff. Doch auch in Afrika steigt der Bedarf an erneuerbarer Energie. 600 Millionen Menschen auf dem Kontinent müssen bislang noch komplett ohne Stromversorgung auskommen”, so Ralph Schneider, Co-Gründer und Geschäftsführer von EWIA. “Die schlechte Stromversorgung ist auch ein Engpass für die Entwicklung von Unternehmen, bremst somit das Wirtschaftswachstum, das entstehen neuer Arbeitsplätze und die Aussichten auf breiteren Wohlstand.”


“Die Menschen und Unternehmen in Afrika und Europa müssen gleichermaßen vom Ausbau erneuerbarer Energien profitieren”, so Dr. Alexander Ergenzinger, Beteiligungsmanager der KGAL und Geschäftsführer der SunErgy GmbH. KGAL zählt zu den Pionieren bei der Finanzierung von Photovoltaikanlagen. Bereits 2004/2005 wurden erste Solarparks der Megawattklasse in Deutschland finanziert. “Durch die Kooperation mit EWIA bündeln wir Kräfte und Know-how, um dem steigenden Bedarf an günstiger, zuverlässiger und nachhaltig erzeugter Energie in Afrika zu adressieren.” 


SunErgy – Solarspezialist mit langjähriger Afrikaerfahrung
SunErgy (https://sunergy-power.org/) wurde 2010 in Norwegen gegründet und hat sich zum Ziel gesetzt, Gemeinden in Schwellenländern mit netzunabhängiger Solarenergie durch schlüsselfertige kleine Solarkraftwerke zu versorgen, die über das eigene Stromnetz, sogenannte Mini-Grids, direkt an die Gebäude der Kunden angeschlossen werden.  Die Aktivitäten von SunErgy werden über die SunErgy GmbH in Deutschland und ihre beiden Tochtergesellschaften in Kamerun, SunErgy Ltd. und 2 Mites Ltd. organisiert. SunErgy Kamerun ist verantwortlich für den Bau sowie Betrieb der Solarkraftwerke in Kamerun und  auch für den Bau von Solarkraftwerken in anderen Ländern Afrikas. Im Mai 2012 schloss das Unternehmen ein Abkommen mit der Republik Kamerun über die Versorgung von 92 Dörfern mit etwa 115.000 Familien oder 600.000 Menschen sowie Schulen, Gesundheitszentren, privaten und öffentlichen Unternehmen usw. in der Südwestregion Kameruns mit Solarstrom. Darüber hinaus ist SunErgy an Gesellschaften in Kenia und Uganda beteiligt. 


Neue Regionen und Investmentthemen sind der Geschäftszweck der KNF Beteiligungs-GmbH, einer 100-prozentigen Tochtergesellschaft der KGAL GmbH & Co. KG (https://www.kgal.de). Die KNF Beteiligungs-GmbH hat sich bereits 2019 an der damaligen SunErgy AS Oslo beteiligt. Deren Sitz wurde 2021 nach Grünwald bei München verlegt, wo auch die KGAL ihren Hauptsitz hat. Die KGAL ist ein unabhängiger deutscher Investment- und Assetmanager mit über 350 Mitarbeitern. Mit einem betreuten Investitionsvolumen von mehr als 16 Milliarden Euro (Stand 31.12.2022) ist sie vor allem in den Bereichen Immobilien, Flugzeuge und erneuerbare Energien tätig. 

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April 2023

Get to Know: Dr. Wolf-Dietrich Fugger

EWIA-Gründer und Director West Afrika Wolf-Dietrich Fugger
 
Wer sind die Köpfe hinter EWIA Green Investments? Was treibt sie an, was ist ihnen wichtig? Heute stellt sich Co-Gründer und Director West Africa Dr. Wolf-Dietrich Fugger im Interview vor und schildert, wann er zum ersten Mal Berührung mit Afrika hatte, weshalb Ghana zu seiner zweiten Heimat geworden ist und warum die Gründung von EWIA sich quasi von selbst aufgedrängt hat.

Hallo, Wolf! Wie und warum wurdest du Unternehmer/Gründer?
Mein Opa hatte ein landwirtschaftliches Unternehmen und das Prinzip von Saat und Ernte kenne ich daher schon von Kindesbeinen an. So habe ich aus der Praxis heraus gelernt, Risiken abzuwägen, Entscheidungen zu treffen, Neues zu säen und Verantwortung zu übernehmen.
Nach diversen wissenschaftlichen Tätigkeiten war bin ich am Forschungszentrum Jülich im Bereich Technikfolgenabschätzung tätig gewesen und habe Technologie-Gutachten (Chancen- u. Risikoabschätzung) von neuen Technologien (Energie, Mobilfunk, Biotechnologie etc.) für Investoren durchgeführt, die als Risikoinvestoren in neue Technologien/Startups investieren wollten. In dieser Zeit habe ich viele neue Geschäftsideen und bahnbrechende Technologien kennen gelernt und die Chancen, die sich daraus ergeben, die mich inspiriert haben.

Ist EWIA deine erste Gründung?
Nein, auf meinem bisherigen Lebensweg war ich über viele Jahre lang u.a. im Bereich Corporate Finance und M&A unternehmerisch tätig. Gleichzeitig habe ich in den letzten zehn Jahren auch immer wieder nach Businessmöglichkeiten – kein Charity – in Ghana geschaut u.a. im Agrar-, Solar- und Rohstoffbereich, um noch einmal etwas Anderes und Sinnvolles zu tun.

Welches Problem möchtest du mit deinem Unternehmen in allererster Linie lösen?
Ein Leben ohne Strom ist für uns in Deutschland undenkbar! Für viele Länder Afrikas und die dort lebenden Menschen sind Stromausfälle – auch heute noch – nichts Besonderes! So hat selbst Südafrika aktuell in fast allen Großstädten sehr große (hausgemachte) Probleme mit der Stromversorgung, was zum sogenannten „Load Shedding“ führt, wie dort die „geplante (teilweise auch ungeplante) stundenlange Strom-Abschaltung“ genannt wird. Das sind Blackouts, die ganze Regionen oder Stadtteile bis zu elf Stunden lang in Dunkelheit versetzen. Darüber hinaus sind viele Regionen Afrikas noch nicht einmal elektrifiziert.
Der Energiesektor in Ghana mit seinen seit den 90ern immer wiederkehrenden Problemen mit dem Stromnetz, langanhaltenden Stromausfällen, den gleichzeitig sehr hohen Stromkosten und die Nutzung von noch teureren, zudem umweltschädlichen Dieselgeneratoren hat sich mir mehr oder weniger von selbst aufgedrängt.

Ihr seid auf Afrika fokussiert und deine Leidenschaft für Afrika ist kaum zu übersehen. Was begeistert dich so an Afrika?
Schon als Kind hat mich Afrika und „das Fremde“ dort fasziniert. Heute faszinieren mich insbesondere die vielen und extremen Kontraste und die Lebensfreude, die Freundlichkeit und Offenheit der Menschen trotz all ihrer Herausforderungen sowie die bunte, „hektische” und immer laute Betriebsamkeit auf den Straßen.
Bereits von 1993 bis 1996 war ich für die Universität Göttingen in einem großen Forschungsverbund verschiedener Universitäten in Nordghana tätig. In meinem Projekt zur Messung der Nachhaltigkeit der lokalen bäuerlichen Anbausysteme und deren sozio-ökonomische Auswirkungen hatte ich im Team in Ghana ca. 50 Mitarbeiter, von Laborassistenten, Feld-Technikern, Fahrer, Vorarbeiter bis hin zu den Feldarbeitern. Damit war ich einer der größten Arbeitgeber in dieser ländlichen Gegend in Nordghana und vom Wissenschaftler zum Manager geworden.
Während meiner Tätigkeit habe ich ja meine Frau kennengelernt. Familiäre Beziehungen, Freundschaften und Kontakte in die Wirtschaft und in die Politik in Ghana wurden seither über die Jahre stets von mir gepflegt. So ist Ghana bis heute meine zweite Heimat geworden. Aber auch hier in Deutschland habe ich seither ein Stück Afrika zu Hause!
Ich kenne heute viele Länder und Ihre Kulturen in Westafrika und war auch mehrere Monate in Madagaskar (Ostafrika) als Consultant tätig.


Was kann Europa von Afrika lernen?
Europa ist nicht der Nabel der Welt! Im Gegenteil, Europa muss sich in einer neuen Weltordnung seinen Platz jetzt neu suchen, auch und insbesondere in Afrika.
Europa braucht Afrika! Afrika ist der Kontinent des Aufbruchs, des rasanten Wachstums und des Wandels & der Transformation. Wenn wir in Europa über die Zukunft der Weltwirtschaft nachdenken, sollten wir daher unseren Blick auf Afrika richten! Sowohl politisch als auch wirtschaftlich ist Afrika für Europa von entscheidender Bedeutung. Dabei ist eine Partnerschaft auf Augenhöhe angebracht, um enge und stabile Beziehungen aufzubauen und die sich bietenden Potenziale gemeinsam mit den afrikanischen Partnern zu erschließen. Denn die afrikanischen Staaten treten heute sehr selbstbewusst auf und suchen sich ihre Partner selbst aus. Die Menschen in Afrika sind dabei sehr offen für Kooperationen mit Europa und insbesondere mit Deutschland!

Wenn du nicht bei EWIA arbeiten würdest, wo dann?
Dies ist eine hypothetische Frage und stellt sich mir eigentlich nicht. Aller Voraussicht nach hätte ich als Unternehmer mit der Vision in Afrika noch etwas aufzubauen, wahrscheinlich mit passenden Partnern ein anderes Impact-Unternehmen gegründet oder mich an einem solchen beteiligt.

Hast du Vorbilder im weitesten Sinne?
Unternehmer mit Herzblut, Risikobereitschaft, hoher sozialer Kompetenz und Verantwortung.
Im speziellen, Mo Ibrahim, aus dem Sudan stammend, als afrikanischer Pionier der Telekommunikationsindustrie in Afrika und Gründer einer Stiftung, die sich den Themen Governance und Leadership widmet.

 

Was hältst du für die wichtigste Erfindung der Menschheit?
Das ist nicht so pauschal zu beantworten, denn es gab ja in der Vergangenheit viele bahnbrechende Erfindungen. Um zwei Beispiele zu nennen, das Auto mit den neuen  Möglichkeiten der Fortbewegung und des Transports sowie das Telefon zur direkten Kommunikation mit Menschen, die sich nicht am gleichen Ort befinden.

 

Welches Buch hat dich am meisten geprägt und welches ist das letzte Buch, das du gelesen hast?
Die Bibel, als Alltagsratgeber in allen Bereichen, ich lese jeden Morgen darin im Rahmen meiner Morgenroutine und Andachten, um mich für den Tag auszurichten.


Wenn du einen Wunsch, zum Beispiel bei einer guten Fee, frei hättest? Was wäre das?
Hohes Alter bei bester Gesundheit erreichen.


Und wo begegnen wir dir am Wochenende oft?
Vor der Haustüre, im Umland von München, die herrliche Landschaft mit den Bergen und Seen genießen. Oder zu Hause, zum Auftanken und die Seele baumeln lassen.

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April 2023

Get to Know: Timo Schäfer

EWIA-Gründer und CFO Timo Schäfer
Wer sind die Köpfe hinter EWIA Green Investments? Was treibt sie an, was ist ihnen wichtig? Heute stellt sich Co-Gründer und CFO Timo Schäfer im Interview vor und erläutert, was es für ihn bedeutet, Unternehmer zu sein, warum er sich nicht als “Afrika-Experte” bezeichnen würde und warum der Geschirrspüler eine epochale Erfindung war.

Hallo, Timo! Wie und warum wurdest du Unternehmer?
Ich bin in einem Familienbetrieb aufgewachsen, welcher in der dritten Generation erfolgreich geführt wurde, bis meine beiden Eltern es vor einigen Jahren verkauften. Das heißt, ich kannte lange Zeit gar nichts Anderes. Dass es auch so etwas wie eine Aufteilung in ein Arbeitsleben von 08:00 bis 17:00 Uhr und ein Privatleben in der übrigen Zeit gibt, war mir lange Zeit nicht vertraut. Unternehmertum war mir daher sozusagen in die Wiege gelegt, es dauerte jedoch einige Jahre, bis die passende Konstellation aus Mensch und Unternehmenszweck zusammentraf. 

Ist EWIA deine erste Gründung?
Ja, nachdem viele Ideen in der Planungsphase auf dem Papier gescheitert sind. Unternehmer zu sein bedeutet für mich, an 365 Tagen im Jahr etwas Sinnvolles zu schaffen und Verantwortung zu tragen für Menschen, Umwelt und Investoren. Bei einem solchen persönlichen Einsatz ist die Sinnfrage erheblich und EWIA beantwortet sie: globale CO2-Reduktion und lokale Verbesserung der individuellen Lebensqualität auf dem Chancenkontinent Afrika. Unternehmer zu sein bedeutet für mich, mit Werten zu führen und Neues, etwas Besseres zu schaffen, was es davor nicht gab. Daher bin ich Gründer und Unternehmer geworden.

Welches Problem möchtest du mit deinem Unternehmen in allererster Linie lösen?
Die Welt kann ich mit EWIA nicht retten, ich kann diese jedoch mit EWIA für viele Menschen jeden Tag ein Stück lebenswerter machen. Das Faszinierende an unserem Geschäftsmodell ist der dreifache Nutzen: Ökologie, Soziales und Ökonomie sind untrennbar in unserem Geschäftsmodell vereint und bedingen sich gegenseitig. 
Lass uns von der Kundenseite her argumentieren. Unser Produkt spart Kosten bei unserem Kunden, daneben spart es CO2 durch eine saubere Stromproduktion (kein fossiler Netzstrom oder Dieselstrom). Zudem wird das lokale, mittelständische Unternehmen wettbewerbsfähiger und kann hierdurch mehr Beschäftigung und höhere Gehälter anbieten. Daher habe ich einen zufriedenen Kunden, welcher gerne seine monatliche Rechnung bezahlt. Für uns und unsere Investoren bedeutet das neben der ökonomischen auch eine ökologische und soziale Rendite.

Ihr seid auf Afrika fokussiert und deine Leidenschaft für Afrika ist kaum zu übersehen. Was begeistert dich so an Afrika?
Ich habe in meinem Leben schon einige afrikanische Länder besucht. Genauso, wie es in Europa nicht das „Dolce Vita” Italiens oder die vermeintliche deutsche Pünktlichkeit ist, gibt es jedoch nicht den Kontinent Afrika. 
Afrika lernte ich als Berater in Diensten der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) kennen. Mich hat 2010 in Äthiopien die Freundlichkeit der Menschen bei der gleichzeitigen brutalen Armut auf dem Land fasziniert. Im gleichen Jahr reiste ich dann noch nach Uganda. Nun hatte ich mein „Afrika-Bild“ von Äthiopien fest in meinem Kopf verankert und bin in Kampala auf eine ganz andere Kultur gestoßen und auf ein modernes Nachtleben, welches ich eher aus den Musikclubs von Rimini kannte.
2011 setzte ich meinen Fuß zum ersten Mal in Ghana auf westafrikanischen Boden. Mein erster Eindruck war: “Was für ein farbenfrohes, buntes und lautes Land!” Ghanaer lieben laute Musik, bei der ich jedoch Mühe habe, ein Gespräch zu führen. 
Was jedoch all diese Länder eint, ist die junge Gesellschaft und die Herausforderung, die mit einer solchen Alterspyramide einhergeht. Ziemlich ähnlich wie das Altenheim Deutschland, nur eben umgekehrt; unsere Fachkräfte sind im Ruhestand und in den jungen afrikanischen Ländern fehlt es an qualifiziert ausgebildeten Fachkräften, Wissen und Erfahrung. Dieser Herausforderung wird jedoch mit einer für mich faszinierenden Leichtigkeit und einem Improvisationstalent entgegengetreten, welches ich mir in Deutschland nur wünschen kann.

Was kann Europa von Afrika lernen?
Improvisation, Gelassenheit, Fröhlichkeit und das Leben im Hier und Jetzt. 
Seit 2021 lebe ich nun wieder in Ghana und habe die Möglichkeit, auf Deutschland mit einem gewissen Abstand zu schauen. Dabei wundere ich mich oftmals, wie verbissen wir uns aus Angst an alte Technologien klammern, obwohl die Wissenschaft uns den Aufbruch zeigt. So würde ich mir zum Beispiel mit Bezug auf das Abschalten der Atomreaktoren mehr Aufbruchsstimmung wünschen. Denn wenn das reiche Deutschland die Wende zu erneuerbaren Energien nicht schafft, welches Land soll es dann schaffen? Wir können lernen, Mut und Neugierde, Neues zu schaffen – wie ich es Ghana kennengelernt habe und was ich an diesem Land so schätze.

Wenn du nicht bei EWIA arbeiten würdest, wo dann?
Wahrscheinlich würde ich in einer Unternehmens-Holding im Nachhaltigkeits-Management/ -Controlling arbeiten und mich privat mit den Ländern Afrikas beschäftigen. Daher bin ich überaus glücklich mit EWIA: Ein Leben führen zu dürfen, in dem ich Beruf- und Privatleben verbinden kann mit der äußerst sinnvollen Tätigkeit, erneuerbare Energien zu finanzieren und damit dem Klimawandel entgegenzutreten. 

Hast du Vorbilder im weitesten Sinne?
Vorbilder im weitesten Sinne sind all die Familienunternehmer, welche die Unternehmensstrategie nicht an ihren Bedürfnissen, sondern an den Bedürfnissen der nächsten und übernächsten Generation ausrichten. Ein gutes Beispiel ist Schrauben-Würth aus Schwäbisch Gmünd. 

Was hältst du für die wichtigste Erfindung der Menschheit?
Schwer zu sagen. Ich denke, die Waschmaschine und der Geschirrspüler waren entscheidende Meilensteine unserer westlichen Zivilisation. Denn durch diese Erfindungen ist die Emanzipation der Frauen einen entscheidenden Schritt vorangekommen.

Welches Buch hat dich am meisten geprägt und welches ist das letzte Buch, das du gelesen hast?
Wie so oft im Leben ist nicht das einzelne Erlebnis bzw. Buch ausschlaggebend, sondern die Erlebnisse bzw. Bücher und die Menschen, mit denen wir die Bücher und Erlebnisse teilen und kontrovers diskutieren.
Eines meiner letzten Bücher ist “Farbenblind” von Trevor Noah. Wobei mir der englische Titel besser gefällt, da dieser den Inhalt des Buches besser trifft. Der Titel in englischer Sprache ist: „Born a Crime“ oder die direkte Übersetzung „Geboren als Verbrechen“. Trevor Noah erzählt in diesem Buch seine eigene Geschichte vor dem Hintergrund des Apartheidregimes in Südafrika. Das Comedy-Talent schafft es, die Verbrechen des Regimes in einer Leichtigkeit darzustellen, die seinesgleichen sucht. 

Wenn du einen Wunsch, zum Beispiel bei einer guten Fee, frei hättest? Was wäre das?
Gesund bleiben, denn ohne Gesundheit ist alles Andere nichts.


Und wo begegnen wir dir am Wochenende oft?
In der Natur, beim Mountainbiken oder beim Wandern in den Bergen. 

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März 2023

Get to Know: Ralph Schneider

EWIA-Gründer und -Geschäftsführer Ralph Schneider
Wer sind die Köpfe hinter EWIA Green Investments? Was treibt sie an, was ist ihnen wichtig? Heute stellt sich Co-Gründer und -Geschäftsführer Ralph Schneider im Interview vor und schildert, wie und warum es zur Gründung von EWIA kam, was es mit dem African Dream auf sich hat – und welche Bücher ihn beschäftigen. Kurz nach dem Interview sitzt er schon wieder im Flieger nach Accra, Ghana.

Hallo, Ralph! Wie und warum wurdest du Unternehmer/Gründer?
Ich habe viele Jahre im Management von verschiedenen Unternehmen unter anderem bei Phoenix Solar, Royal Dutch/ Shell und verschiedenen Banken gearbeitet. Unternehmer bin ich aus mehreren Gründen geworden. Zum einen habe ich mich durch viele Vorgaben und Zwänge, sogar als Mitglied des Top-Managements in der Gestaltungsfreiheit doch sehr eingeengt gefühlt. Selbst als Vorstand einer börsennotierten AG unterliegt man unglaublich vielen Sachzwängen und Politik und Analysten bestimmen das Leben.

Mir geht es aber sehr um Gestaltungsspielraum und die Möglichkeit, Dinge unmittelbar, aktiv und gezielt umsetzen zu können. 
Aber was mir fast noch wichtiger ist, ist, dass ich die Werte, hinter denen ich stehe und die mir wichtig sind, in „meinem“ eigenen Unternehmen leben darf und etwas bewirken kann. Ich denke z.B. nicht schon an Exit, bevor man überhaupt gegründet hat und an steueroptimierte Strukturen über Malta und Mauritius, bevor der erste Euro überhaupt verdient wurde. Mir geht es vielmehr darum, ein nachhaltiges, solides mittelständisches Unternehmen aufzubauen, das langfristig international erfolgreich ist. 

Ist EWIA deine erste Gründung?
2012 hatte ich bereits eine internationale Projektentwicklungsgesellschaft für Solarkraftwerke zusammen mit einer Venture Capital-Gesellschaft gegründet. Außerdem habe ich das Management- Buyout eines Tochterunternehmens zusammen mit einer in London ansässigen Investmentgesellschaft umgesetzt. Aber auch da bin ich wieder bei Themen wie Gestaltungsspielraum und Werte schnell an Grenzen gestoßen. 
2018 ist dann endgültig der Entschluss gereift, doch etwas vollständig Eigenes aufzubauen. 2019 liefen dann bereits alle Vorbereitungen auf Hochtouren. Im Februar 2020 haben wir, kurz vor dem Corona-Ausbruch, gegründet. Ich bin sehr dankbar, mit Wolf-Dietrich Fugger, Timo Schäfer, aber auch mit unserem Beirat Manfred Bächler in einem Gründer-Team zu arbeiten, das neben den erforderlichen Persönlichkeiten auch eine sehr ähnliche Impact-getriebene Philosophie verfolgt. So etwas findet man selten.

Welches Problem möchtest du mit deinem Unternehmen in allererster Linie lösen?
Wenn ich sehe, dass in Afrika kein Unternehmen oder größerer Haushalt aufgrund instabiler und fehlender Stromversorgung ohne Dieselgenerator auskommt und das auf dem sonnenreichsten Kontinent der Welt, dann verstehe ich diese Welt nicht mehr. Wir als EWIA wollen eine CO2-freie, unterbrechungsfreie Stromversorgung für mittelständische Unternehmen in Afrika darstellen und dies auch noch kostengünstiger als mit herkömmlichen, fossilen Lösungen. Überall, wo ein Dieselgenerator brummt und die Luft verpestet, kann eine Solaranlage von EWIA stehen.


Ihr seid auf Afrika fokussiert und deine Leidenschaft für Afrika ist kaum zu übersehen. Was begeistert dich so an Afrika?
1990 bin ich erstmals nach Westafrika gekommen. Das war so die Initialzündung. Damals bin ich mit einem vormaligen LKW der Rallye Paris-Dakar von München aus gestartet und habe die Sahara durchquert. Dann folgten Reisen von Kenia über Tansania, Simbabwe, Sambia bis Südafrika. Geschäftlich bin ich seit 2013 in Afrika engagiert. Ich könnte jetzt sagen, Victoriafälle in Simbabwe, Ngorongoro-Krater in Tansania, der Kilimandscharo in Kenia, badende Elefanten im Sambesi, lange nächtliche Wüstenfahrten durch den Niger, die Tierwelt und die Landschaft im Allgemeinen. Was mich aber besonders fasziniert, ist der Optimismus der Menschen, das Vertrauen auf eine bessere Zukunft und dass man viel bewegen kann. Allgemein die Lebensfreude, die sich auch im Singen und Tanzen ausdrückt.
Meine zweite Leidenschaft sind erneuerbare Energien und so lag der Gedanke nahe, einfach beides zu vereinen. 

Was kann Europa von Afrika lernen?
Wenn ich vier Wochen in Afrika war, relativieren sich viele vermeintliche Probleme, die wir in Europa haben, sehr schnell. Man bekommt wieder einen Blick für das Wesentliche. Dann weiß ich, was es heißt, wirklich Unternehmer zu sein. Fast jeder zweite, gesunde, junge Mensch, der etwas Schulbildung hat und ein klein wenig Startkapital, möchte selbst Unternehmer sein. Es ist selbstverständlich, dass man auch zwei oder drei unterschiedliche Businesses nebeneinander betreibt. Wir reden immer vom American Dream, aber es gibt auch einen African Dream. Das hat aber auch zur Folge, dass es unglaublich schwierig ist, gut ausgebildete Menschen für eine feste Anstellung zu begeistern. 
Dabei ist der Frauenanteil, also der der Unternehmerinnen, extrem hoch. Wir reden da in Ghana von 40% und mehr. Familienverbände und der Zusammenhalt der Familie spielen eine besondere Rolle. Kinder sind sehr wichtig. Auch in Familien mit hohem Bildungsstand und gutem Einkommen. Unser Geschäftsführer in Ghana hat vier Kinder und unser Geschäftsführer der Infrastruktur ebenfalls. Das Durchschnittsalter in Europa liegt bei ca. 42 Jahren in Deutschland über 44 Jahren. Wir sind das Altenheim der Welt. Der wichtigste Treiber für Wirtschaftswachstum ist aber die demographische Entwicklung. Afrika verfügt über eine unglaubliche demographische Rendite. Das Durchschnittsalter in Afrika liegt bei ca. 19,5 Jahren. Bildung und Ausbildung wird ein hoher Wert zugewiesen. Es wird nicht als Selbstverständlichkeit angesehen. Es gibt keine Vollkasko-Mentalität.
Das lokale Management von EWIA geht abends noch drei Mal die Woche zur Schule und das im Alter von über 40 Jahren.

Wenn du nicht bei EWIA arbeiten würdest, wo dann?
An lukrativen Angeboten oder an Alternativen fehlte es tatsächlich nicht. Als ehemaliger Investment-Banker war die Versuchung groß, wieder im Management einer Investment-Gesellschaft zu arbeiten. Bei Sondierungsgesprächen mit durchaus spannenden Firmen war aber schnell klar, dass das Wort “Impact Investments” für viele Unternehmen lediglich eine nette Verpackung ist. Und da sind wir wieder beim Thema Werte und „etwas bewirken“. Zum Unternehmertum gab es letztendlich keine ernstzunehmende Alternative.

Hast du Vorbilder im weitesten Sinne?
Da fällt mir eindeutig Helmut Schmidt ein. Eine Persönlichkeit, die mich nach wie vor noch fasziniert. Er verkörpert für mich einen geradlinigen Hanseaten mit Haltung, der auch den Mut hatte, unpopuläre und unangenehme Entscheidungen zu treffen. Außerdem wirtschaftlich sehr kompetent, ein Macher, der Dinge durchdenkt und sich möglichst wenig von reinen Emotionen leiten ließ. Aber mich haben auch Menschen wie Alfred Herrhausen und anfangs auch John F. Kennedy sehr interessiert.

Was hältst du für die wichtigste Erfindung der Menschheit?
Ich denke, das sind die Entdeckung und Beherrschung des Feuers und die Erfindung des Rades. Aber auch Schriften und Buchdruck halte ich für sehr wesentlich. Aber eine Erfindung ist niemals gut oder schlecht, sondern es ist entscheidend, was man daraus macht.

Welches Buch hat dich am meisten geprägt und welches ist das letzte Buch, das du gelesen hast?
Bücher haben mein Leben von Kind auf geprägt und Bibliotheken haben mich schon immer magisch angezogen. Die Themen und Inhalte haben sich im Laufe der Jahre sehr gewandelt. Aber spontan würde mir von Simone de Beauvoir „Alle Menschen sind sterblich“ einfallen. Nicht das spannendste Buch, aber es führt sehr gut vor Augen, dass viele Dinge relativ und endlich sind. Königreiche kommen und gehen. 
Das letzte Buch, das ich gelesen habe, ist in das vom Tansania-stämmigen Bundestagsabgeordneten Joe Chialo, „Der Kampf geht weiter“, und davor „Africa First“ von Martin Schöller. Und ich habe gerade ein Buch von Henning Mankell, „Das Auge des Leoparden“, vor mir liegen. 

Wenn du einen Wunsch, zum Beispiel bei einer guten Fee, frei hättest? Was wäre das?
Da bin ich Egoist. Zusammen mit meiner Frau und meinen Kindern gesund und ohne finanzielle Sorgen alt werden und meinen Kindern und Enkeln eine bessere Welt hinterlassen als die, die wir vorgefunden haben. Das waren zwar zwei Wünsche, aber ich verhandle halt gerne und der zweite Wunsch ist ja nicht ganz so egoistisch.

Und wo begegnen wir dir am Wochenende oft?
Als gebürtiger Saarländer bin ich natürlich Wein, kulinarischen Genüssen und französischem Savoir-vivre zugetan. Also halte ich mich sehr gerne in einem guten Restaurant oder schlichtweg bei Sonnenschein in einem Straßencafé auf. Am liebsten mit Freunden oder mit der Familie. Und sonntags morgens findet man mich im Wald, da ich mein Lauftraining nicht vernachlässigen will und die Kalorien dann wieder abbauen muss. 
Ralph, wir bedanken uns für das Gespräch!

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Februar 2023

EWIA wächst 

Im Zuge unserer Projekte im Norden Ghanas haben wir neue wertvolle Mitarbeiter hinzugewonnen.


Zum einen verstärkt Jonathan Karaah als festangestellter Sales Manager in Tamale zusammen mit Sales Director Nana Kwadwo Adu- Boateng das Team.
 

Und zum anderen haben wir für die EWIA Infrastructure Ltd. mit Delight Yayra Mensah eine Mitarbeiterin gewonnen, die bereits einschlägige Branchenerfahrung im Bereich Accounting und Administration hat.
Mit der Einstellung neuer Mitarbeiter in Afrika tragen gleichzeitig Sustainable Development Goal 8 bei, dies lautet „Dauerhaftes, breitenwirksames und nachhaltiges Wirtschaftswachstum, produktive Vollbeschäftigung und menschenwürdige Arbeit für alle“.

 

Die Sustainable Development Goals sind die 17 globalen Ziele für nachhaltige Entwicklung der Agenda 2030, auf die sich die Vereinten Nationen geeinigt haben. Sie sind eine wichtige Orientierung für die Arbeit von EWIA.
 

Weitere Neueinstellungen sind für 2023 bereits eingeplant.

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Dezember 2022

EWIA stattet 6 Mobilfunkmasten mit Photovoltaikanlagen aus

EWIA hat in Tamale, im dünner besiedelten Norden Ghanas, die ersten sechs Mobilfunkmasten mit PV-Anlagen ausgestattet. Ausgeführt wurden die Arbeiten von EWIA Infrastructure, unserem Joint Venture mit Tong New Energy.

Das Mobilfunknetz in Afrika als Bestandteil der Infrastruktur hat einen noch wichtigeren Stellenwert als in Europa. Auch, weil es nur ein schwach ausgebautes Festnetz gibt. Die Versorgung der Sendemasten mit Strom ist diesbezüglich ein besonders kritischer Punkt. 
 

Viele Masten, insbesondere an entlegenen Standorten, verfügen über eine eigene Stromversorgung – bislang i.d.R. in Form von Dieselgeneratoren. Das hat viele Nachteile: Die Generatoren sind nicht gerade umweltfreundlich, darüber hinaus wartungsintensiv, müssen einmal die Woche betankt werden und sind somit auch recht teuer im Unterhalt.
 

Die Sonne als Stromquelle für Sendemasten ist da in jeder Hinsicht die bessere Lösung.

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Oktober 2022

„Graphic Business“ berichtet über die Eröffnung von EWIAs PV-Anlage Osko Lodge in Kumasi

Kürzlich veröffentlichte „Graphic Business“, die beliebteste Zeitung in Ghana, einen Artikel über das neue Solarsystem für das Osko Lodge Guest House, das von EWIA betrieben und verwaltet wird.


Zitiert wird Dr. Ebenezer Osei-Kofi, der Direktor von Osko: „In unserem Land scheint das ganze Jahr über die Sonne, und es ist höchste Zeit, dass wir sie nutzen und gewinnbringend einsetzen.“
 

Diese Erkenntnis ergänzte Dr. Osei-Kofi, ein Vorreiter in dieser Hinsicht, mit folgender zutreffender Aussage: „Selbst Länder, die nicht das ganze Jahr über Sonnenschein haben, wissen aus dem Wenigen, was sie haben, einen bedeutenden Nutzen zu ziehen.“
 

Er forderte daher die Regierung auf, private Unternehmen, die in Solarenergie investieren, zu unterstützen, indem sie die Steuern auf die für die Installation importierten Geräte senken.
 

Nicht zuletzt wies er darauf hin, dass je mehr Menschen auf Solarenergie zurückgreifen, desto geringer wird der CO2-Fußabdruck des Landes ausfallen.

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September 2022

EWIA unterstützt Fraueninitiative in Tolon, der nördlichen Region von Ghana

EWIA hat sich bereit erklärt, mit dem Münchner Unternehmen Archimedes-Consult GmbH zusammenzuarbeiten und für Investoren eine bestimmte Anzahl Bäume in Ghana zu pflanzen.


Jeder Anleger erhält ein entsprechendes Zertifikat mit den Koordinaten seines Baumes und bekämpft damit aktiv den Klimawandel. Es ist praktisch eine grüne Dividende, ein echtes Impact-Investment!

EWIA war es wichtig, dass diese Investition neben der CO2-Sequestrierung auch Beschäftigungsmöglichkeiten bietet.
In unserem Fall bieten die 250 Bäume (Sheabutter- und Cashewbäume) zusätzlich zu den offensichtlichen Vorteilen der Wiederaufforstung Frauen vor Ort eine Möglichkeit zum Lebensunterhalt. Daher umfasst die Kooperation Rural AgriHub Ltd und Lydia Madintin Konlan.

Rural AgriHub, dient 1 500 Bauern und schult einheimische Frauen in der Kultivierung dieser Bäume. Die Bäume sind Nutzpflanzen, die der Fraueninitiative innerhalb von 3 Jahren ein erhebliches Zusatzeinkommen bringen werden.

Ein weiterer Beweis dafür, dass EWIA mehrere SDG-Ziele gleichzeitig aktiv unterstützt und verfolgt.

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September 2022

Business and Financial Times Ghana berichtet über EWIA und ARCCU Credit Union

EWIA wird zunehmend von der lokalen Presse und regionalen Wirtschaftsvertretern wahrgenommen.

Am 9. September 2022 konnte die offizielle Inbetriebnahme der Photovoltaikanlage für die ARCCU Credit Union in Takoradi gefeiert werden. Anlässlich der Vorstandssitzung und des elementar wichtigen Ereignisses für ARCCU war auch die Presse anwesend.
Insbesondere die Business and Financial Times berichtete ausführlich über das Ereignis.


EWIA wird zunehmend von der lokalen Presse und regionalen Wirtschaftsvertretern wahrgenommen.

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Mai 2022

EWIA verpflichtet 28 neue Mitarbeiter für die EWIA-Infrastruktur

EWIA freut sich, die Erweiterung seines Personals bekannt zu geben. Nachdem im Laufe des Jahres bereits 6 neue Mitarbeiter eingestellt wurden, konnten weitere 5 Mitarbeiter verpflichtet werden. Insgesamt werden 28 Verträge mit neuen Mitarbeitern abgeschlossen.

Im vergangenen Jahr wurde die EWIA Infrastructure Ltd, Ghana, als Joint Venture zwischen EWIA und Tong New Energy gegründet, um mit dem Bau von Türmen im Telekommunikationssektor zu beginnen.
Sukzessive soll das Team aber auch in Elektrotechnik und Energietechnik weiter- und fortgebildet werden, um auch Synergien für die Photovoltaiksparte von EWIA zu schaffen.
Insbesondere Fernmeldetürme werden mit PV-Anlagen ausgestattet.

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Mai 2022

EWIA stellt neuen Head of Technics bei EWIA Infrastructure ein

Mit Bernard Acheampong begrüßen wir einen neuen Head of Technics. Ben war zuvor technischer Leiter von Tong New Energy Ghana Limited, mit dem EWIA ein neues Joint Venture eingegangen ist. Ben ist einer der Experten im Telekommunikationssektor Ghanas, wenn es um die Errichtung von Telekommunikationstürmen und Huaei Alpha-Projekten geht.


Ben war für die Errichtung von Mobilfunkmasten an über 200 Standorten in ganz Ghana verantwortlich und ist eine große Bereicherung für das EWIA-Infrastrukturteam.

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Juni 2022

EWIA übergibt Photovoltaikanlage an Waisenhaus in Koforidua

Wir hatten das Vergnügen, neue 10k-Solarsysteme und auch ein Batteriesystem an die Glorious Hand Foundation in Koforidua zu übergeben, um den zukünftigen Bedarf zu decken. Glorious Hand betreibt in der Hauptstadt der Eastern Region ganz im Süden Ghanas ein Waisenhaus, in dem rund 22 Kinder betreut werden.

Zusammen mit Jubaili Bros Solar, einem unserer vertrauenswürdigen Lieferanten von Solar- und erneuerbaren Energielösungen, und Huawei konnten wir eine Solarlösung präsentieren, die es der Wohltätigkeitsorganisation ermöglicht, ihren Energiebedarf zu decken und gleichzeitig die Herausforderung der Stromrechnungen zu reduzieren. Als Backup wurde ein 5-kWh-Batteriesystem gewählt, um eine 24-Stunden-Stromversorgung zu gewährleisten. Ein Dankeschön für die Teilnahme an der Eröffnungszeremonie geht an Nana Obrempong Okyeame Bonsu von Jumapo in der Gemeinde New Juaben, Asante Yeboah (Leiterin der Abteilung für soziale Wohlfahrt), Bruce Liu (Manager für Digital Power bei Huawei), Sampson Amanyo-Zickson (Leiter von Solar für Westafrika bei Jubaili Bros).

Die in Deutschland lebende Ghanaerin Beatrice Domevi gründete das Heim 2014 in Breman Asikuma. Die Glorious Hand Foundation unterstützt HIV-Patienten und Kinder, Malariafälle und Vorfälle, die Kinder am Schulbesuch hindern.

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Dezember 2021

EWIA schließt Finanzierungsrunde erfolgreich ab

Die EWIA Green Investments GmbH schließt ihre erste digitale Finanzierungskampagne erfolgreich ab. 


Mit 840.000 € Funding-Ergebnis kann EWIA das drittbeste Ergebnis eines Start-up-Unternehmens auf der Finanzierungsplattform von „Fundernation“ vorweisen. Neben mehreren Business Angels haben sich unter anderem „CM Equity AG“ und „Dynamic Holding“ auch als Gesellschafter bei EWIA beteiligt. 
 

Die Mittel werden zur Vorfinanzierung weiterer Projekte, Einstellung neuer Mitarbeiter und zum Aufbau des Joint Ventures zur Realisierung von Infrastrukturprojekten und Mobilfunkmasten eingesetzt.

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Oktober 2021

Ralph Schneider spricht @ "Der Österreichische Nachhaltigkeitspodcast"

EWIA Green Investments: Solarenergie in Afrika - "Wo Dieselgeneratoren Strom erzeugen, könnte ein Solarpanel stehen"

Kürzlich war EWIA Managing Director und Chief Investment Officer Ralph Schneider zu Gast auf www.boersenradio.at 's österreichischer Nachhaltigkeitspodcast. Er erklärte Gastgeber Sebastian Leben,

  • dass das Unternehmen anstrebt, innerhalb von zehn Jahren in West- und Ostafrika sowie auf dem südlichen Kontinent präsent zu sein

  • was es mit dem „lease-to-own“-Prinzip auf sich hat und

  • Schneider, gelernter Investmentbanker, auf Crowdfunding setzt.- warum


Viel Spaß beim Zuhören!

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Oktober 2021

Die CM-Equity AG beteiligt sich an der EWIA Green Investments GmbH

CM-Equity ist Aktionär von EWIA Green Investments geworden.

„Mit unserer Beteiligung an EWIA Green Investments wollen wir zudem einen wesentlichen Beitrag zur CO2-Reduktion und Verbesserung der Lebensbedingungen in Afrika leisten. Mit EWIA Green Investments haben wir einen wichtigen strategischen Partner gefunden. Auch hier sehen wir interessante Synergiemöglichkeiten zum Ausbau.“ unsere Aktivitäten auf dem afrikanischen Kontinent", sagt Michael Kott, Gründer und CEO der CM-Equity AG.


CM-Equity ist ein 19 Jahre altes Finanzinstitut aus München, reguliert nach §32 KWG. CM-Equity war ein früher Pionier im Bereich der digitalen Vermögensverwaltung. Mit einer voll lizenzierten, vernetzten Kapitalmarktinfrastrukturplattform für digitale Assets für Unternehmen, FinTechs und Investoren ist CM-Equity zu einem der bekanntesten Player im Digital Asset Markt in Deutschland und Europa avanciert.

Mechanische Fertigstellung des ersten Solarprojekts von EWIA

April 2021

Mechanische Fertigstellung des ersten Solarprojekts von EWIA

Kurz vor Ostern hatte EWIA Green Investments mit dem Bau des ersten Solarprojekts in Ghana begonnen. Die Realisierung und Umsetzung verlief nach Plan. Die lokale EPC-Firma AB Solar konnte bereits „Mechanical Completion“ melden. „Mit dem Regal Hotel in Tamale können wir nun das erste Vorzeigeprojekt im Norden Ghanas präsentieren. Inzwischen haben uns diverse weitere Anfragen aus dem Norden Ghanas erreicht“, sagt Ralph Schneider CIO der EWIA Green Investments GmbH. Die Abnahme und der Probebetrieb sowie die Installation der Überwachungstechnik durch eigens von EWIA beauftragte Ingenieure sollen nun Mitte Mai erfolgen. Das Management von EWIA wird in den nächsten Wochen vor Ort in Ghana sein. Unter anderem ist auch ein Kundenbesuch in Burkina Faso geplant. Dort ist mit einem der führenden Baukonzerne eine größere Off-Grid-Anlage inklusive großem Batteriespeicher geplant.

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Februar 2021

Zusammenarbeit mit Ewind

EWIA Green Investments erweitert Geschäftsaktivitäten durch Kooperationen im Agrarbereich. Pünktlich zum World Earth Day geht EWIA eine Kooperation mit ewind aus Berlin ein. Diese strategische Partnerschaft im Agrarsektor unterstreicht einmal mehr unseren Impact-Investment-Ansatz.

EWIAinvestments entwickelt, finanziert, realisiert und betreibt Solaranlagen für Gewerbe- und Industrieunternehmen in Afrika.

Durch eine Kombination aus regengespeister Landwirtschaft und wirtschaftlich rentablen Solaranlagen bringt ewind neue Impulse in die Energie- und Nahrungsmittelversorgung, insbesondere in Afrika, wo die Energieversorgung oft noch unzureichend ist und Dürren immer wieder Ernten bedrohen. Agro-Photovoltaik ermöglicht eine hocheffiziente Landnutzung durch die Doppelnutzung des Feldes. Das bedeutet billige Sonnenenergie und Vervielfachung der landwirtschaftlichen Erträge sowie Erhaltung von Böden und Biodiversität.

Beide Unternehmen bringen so ihr Know-how in den Bereichen Landwirtschaft in niederschlagsarmen Gebieten und Finanzierung nachhaltiger Energieerzeugung ein. Daraus ergibt sich eine doppelte Win-Win-Situation. Günstiger Solarstrom für Unternehmen und gleichzeitig werden die landwirtschaftlichen Erträge durch effizientere Wassermanagementmaßnahmen vervielfacht und die Bodenerosion reduziert.

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Februar 2021

EWIA geht Joint Venture in Ghana ein

Die EWIA Green Investments GmbH (EWIA) und die Tong New Energy Ltd. (Tong) haben nach rund sechsmonatiger Vorbereitung einen Joint-Venture-Vertrag unterzeichnet. Beide Partner werden in einer neuen juristischen Person Infrastrukturprojekte wie Telekommunikationsstationen in Ghana umsetzen. Während Tong für die technische und bauliche Umsetzung verantwortlich ist, stellt EWIA die administrativen und kaufmännischen Ressourcen sowie die Finanzierung der Projekte bereit. Der Markt in Ghana sieht derzeit den Bau von mehr als 6.000 Telekommunikationstürmen vor. Jede dieser Telekommunikationsanlagen wird zudem mit einer eigenen Solaranlage ausgestattet. „Wir freuen uns, mit EWIA Green Investments einen profunden, strategischen Partner gefunden zu haben, der auch über hervorragende Marktkenntnisse und Erfahrungen in Ghana verfügt“, sagt Frank Mensah – Gründungspartner Tong New Energy. Für EWIA ist das Joint Venture zudem ein weiterer wichtiger Meilenstein zur Erreichung wichtiger SDG-Ziele. Besonders hervorzuheben sind hier die Kombination von Telekommunikation, erneuerbarer Energie und die Sicherung von Arbeitsplätzen in Ghana.

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Dezember 2020

Erstes EWIA-Projekt in Tamale, Ghana

Keine 6 Wochen nach der erfolgreichen Gründung unseres Unternehmens „EWIA Green Investments West Africa“ konnte EWIA den ersten Vertrag zur Realisierung und Finanzierung eines Solarprojekts in Tamale, der nördlichen Provinzhauptstadt Ghanas, unterzeichnen. „Wir freuen uns sehr, dass sich unsere sorgfältige und professionelle Vorbereitung auf den Markteintritt in Ghana so schnell ausgezahlt hat.“ (Sagt Nana Boateng, Vertriebsleiterin, EWIA Westafrika). Die Umsetzung des Projekts im ersten Quartal 2021 soll ein Leuchtturm für andere Unternehmen im Norden Ghanas sein. EWIA plant derzeit die Umsetzung verschiedener anderer Impact-Projekte in Westafrika.

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März 2022

EWIA – Ralph Schneider ins Supporter Team des österreichischen Bundeskanzleramts für den Kofi Annan Award berufen

Das österreichische Bundeskanzleramt hat mit dem „Kofi Annan Award for Innovation in Africa“ zusammen mit weiteren namhaften Organisationen einen Preis für innovative Start-ups in Afrika ausgelobt. 
 

Dabei sollte unter anderem das SDG (Zielen für nachhaltige Entwicklung) 3 „Good health and well-being“ aufgegriffen werden.
 

Der Start-up-Award ist mit insgesamt 3 x 250.000 € dotiert. Jetzt fand das sogenannte Matchmaking- Event statt, wo sich die aussichtsreichsten Kandidaten präsentieren konnten.
 

Besonders freut es uns, dass unser Chief Investment Officer und Afrika-Experte Ralph Schneider in das sogenannte Supporter-Team des „Kofi Anan Awards“ berufen wurde und somit auch die Meinung und Einschätzung von EWIA Green Investments gefragt war.
 

Der Kofi Annan Award for Innovation in Africa soll das Bewusstsein für das Potenzial afrikanischer Unternehmer zur Erreichung der Ziele für nachhaltige Entwicklung schärfen und das Vermächtnis des verstorbenen Kofi Annan und sein Engagement für eine gerechtere Welt ehren.

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Oktober 2020

Eröffnung von EWIA Green Investments West Africa Ltd.

Allen COVID-Widerständen zum Trotz ist es uns gelungen, unsere Tochtergesellschaft EWIA Green Investments West Africa erfolgreich zu gründen. Innerhalb weniger Tage haben wir unsere Betriebserlaubnis erhalten und auch unser neues Büro in Accra bezogen. Wir freuen uns darauf, mit einem „Magic Power Team“ vor Ort vieles zu bewegen und zeitnah unsere ersten Projekte umzusetzen. Nicht nur „Solarinvestitionen für Afrika“, sondern auch „Investitionen für eine bessere Welt“.

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Februar 2020

Gründung der EWIA Green Investments GmbH

Die EWIA Green Investments GmbH mit Sitz in München und Westafrika legt endlich los.

Nach fast 12 Monaten intensiver Vorarbeit ist es nun soweit. Die EWIA Green Investments GmbH mit Sitz in München und Westafrika legt endlich los. Als junges Impact Investment Unternehmen haben wir uns zum Ziel gesetzt, mittelständische Unternehmen in Afrika nachhaltig zu unterstützen.

 

EWIA entwickelt und finanziert hochwertige erneuerbare Energieprojekte und ermöglicht Unternehmen, sauberen, zuverlässigen und langfristig günstigen Strom zu produzieren. Das stärkt die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen, sichert Arbeitsplätze in Afrika und hilft dem Klima. EWIA arbeitet mit internationalen Technologiepartnern und Investoren zusammen.

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